Geriatrische Pharmazie in der stationären Altenpflege in den Fokus gerückt
Risiken bei der Arzneimittelgabe erkannt - der LAFIM setzt auf Verblisterung
Bitte merken Sie sich heute schon den 24. April 2012 im Potsdamer Mercure Hotel vor.
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Das LAFIM-Symposium ist der Auftakt zu einer vertieften Experten-Diskussion. Erstmalig kommen in Brandenburg alle Beteiligten an einen Tisch. Der LAFIM hat Vertreter aus Medizin, Pharmazie, Pflege, Finanzierung und nicht zuletzt Politik eingeladen, um sich dem Thema Arzneimittelversorgung - im Speziellen Verblisterung - aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern.
Hintergrund der Initiative des LAFIM: Seit dem Sommer 2011 ist der Landesausschuss für Innere Mission der erste Träger im Land Brandenburg, der flächendeckend in seinen Einrichtungen die Verblisterung von Arzneimitteln eingeführt hat.
Verblisterung ist die Neuverpackung von Arzneimitteln. Ein sogenannter Blister - das ist ein kleines verschweißtes Beutelchen - enthält alle Medikamente, die z.B. zum Frühstück eingenommen werden müssen. Ein weiterer Blister enthält dann die Tabletten, die vor dem Mittagessen eingenommen werden sollen, usw. Auf jedem Tütchen stehen u.a. der Name des Patienten, das Geburtsdatum, die Uhrzeit zur Einnahme und die Namen der Arzneimittel.
Mit diesem Verfahren minimiert der LAFIM die Risiken, die bei der klassischen Arzneimittelvergabe in Einrichtungen entstehen können. Gleichzeitig reagiert er damit auch auf die besonderen Herausforderungen der Arzneimittelversorgung des geriatrischen Patienten.
Als Stichworte seien hier genannt der veränderte Stoffwechsel im Alter sowie mögliche Funktionseinbußen durch Nebenwirkungen. Verblisterung bedeutet auch, dass ein multiprofessionelles Team im Hintergrund steht, das gemeinsam die Aspekte geriatrischer Arzneimittelversorgung im Blick hat. Das Team soll darauf achten, dass z.B. eine sogenannte Polymedikation ausgeschlossen wird. Jeder kennt die Pillendose seiner Großmutter. Da können schon bis zu einem Dutzend verschiedene Medikamente drin sein, die über den Tag genommen werden. Das ist Polymedikation. Ist die Großmutter nun auf Grund Ihrer Erkrankungen bei mehreren Fachärzten in Behandlung, kann es in der Medikation dazu kommen, dass nicht alle Arzneien aufeinander abgestimmt sind. Damit sind besondere Risiken verbunden. Das Team aus Ärzten, einem Apotheker und Pflegefachkräften wirkt diesen Risiken aktiv entgegen.
Zum Herunterladen des Flyers:
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Am 13. Februar hat sich das rbb-Fernsehmagazin „was?“ – Wirtschaft Arbeit Sparen – mit dem Thema Verblisterung auseinandergesetzt. Der Film von Robin Avram gibt Ihnen exzellenten Einblick in die Thematik. Über folgenden Link kommen Sie direkt zum Beitrag auf der rbb-Seite.


