„Hasenheyer Stift“ produziert eigenen Ökostrom

Im Hasenheyer-Stift wird am 11. März das Blockheizkraftwerk eingeweiht

Am 11. März um 10.00 Uhr wird Matthias Fiedler, der Theologische Vorstand des Landesausschusses für Innere Mission (LAFIM) das Blockheizkraftwerk im Evangelischen Seniorenzentrum Potsdam „Hasenheyer-Stift“, Meistersingerstr. 20, einweihen. Zur feierlichen Inbetriebnahme haben sich u.a. angesagt: Peter Paffhausen, der Geschäftsführer der Potsdamer Stadtwerke, Axel Kruschat vom Bund für Umwelt und Naturschutz sowie Pfarrer Dr. Elmer-Herzig als Vertreter des Ökologiekreises des Kirchenkreises Potsdam. 

Die Einrichtung des Blockheizkraftwerks geschah auf Anregung des Ökocentfonds des Evangelischen Kirchenkreises Potsdam. Basis für dieses Projekt ist ein Vertrag, der 2004 zwischen den Potsdamer Stadtwerken (EWP) und dem Kirchenkreis abgeschlossen wurde. Dieser sieht einen sogenannten Kirchentarif für haupt- und ehrenamtliche kirchliche oder diakonische Mitarbeiter vor. Auslöser waren damals Überlegungen der Potsdamer Kirchengemeinden zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. In dem Vertrag verpflichtete sich die EWP je von kirchlicher oder diakonischer Seite abgenommener Kilowattstunde 1,25 Cent in einen Ökofonds zu zahlen, um daraus ökologisch sinnvolle Projekte zu finanzieren.

Blockheizkraftwerke haben die größte CO2-Reduzierung pro eingesetztem Euro. Ein mit Gas betriebener Motor treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Die dabei entstehende Motor-Wärme wird allerdings nicht durch einen Auspuff ausgeblasen, sondern zum Heizen oder zur Warmwassererzeugung genutzt. Dadurch entsteht ein Wirkungsgrad von über 90%. Der über den Eigenbedarf hinaus produzierte Strom wird von den Stadtwerken abgenommen. Dadurch amortisiert sich die Investition nach etwa vier Jahren. Zum Vergleich: Bei einem Kohlekraftwerk liegt der Wirkungsgrad lediglich bei etwa 45%. Die eingesparte CO2-Menge entspricht der CO2 –Reduzierung von etwa 5.000 Bäumen.