Spendenaktion der LAFIM-Mitarbeitenden

Mitarbeitende des Landesausschusses für Innere Mission (LAFIM) – einer der größten diakonischen Träger des Landes Brandenburg – engagieren sich seit 1992 für ein Hilfsprojekt in Äthiopien. Schon mehrfach wurden Spenden an die Partner in Äthiopien übergeben. 
Diesmal konnten 27.900 Euro nach Äthiopien überwiesen werden. Was für ein Erfolg und was für eine Freude!

Wasserstelle - von LAFIM-Spendengeldern gebaut

Eineinhalb Jahre lang sammelten Mitarbeitende des LAFIM  und Menschen, die von unserem ehrenamtlichen Engagement in Äthiopien hörten, unermüdlich Geld. Eine kleine, vor sich hin schlummernde Gesundheitsstation – dort Klinik genannt – in den Bergen Westäthiopiens soll zu einem Ort wirklicher Hilfe für kranke Menschen in den verstreuten Dörfern werden. Das haben sich drei LAFIM-Mitarbeitende, die diesen Ort auf ihren Reisen zur Partnerkirche, der Äthiopischen Evangelischen Mekane Jesus-Kirche (EECMY), im November 2006 und im April 2009 besuchten, zum Ziel gesetzt. 

Trotz Krise weitere Hilfe
Der Krankenpflegehelfer Chemir arbeitet dort seit 8 Jahren - allein. Er berät, diagnostiziert, operiert – kurz gesagt: er macht alles, was dran ist. Lange schon wünscht er sich eine Ausbildung und eine bessere Ausstattung. Mit seinem Gehalt ist der bescheidene, vom schweren Leben gezeichnete Mensch zufrieden, sagte er uns. Mit 50 Euro monatlich sorgt er für sich und seine Familie. Welcher ausgebildete Krankenpfleger will dort schon arbeiten! Wir schaffen Abhilfe.
In langen Beratungen und Recherchen über den tatsächlichen Bedarf und die Möglichkeiten unserer Hilfe haben wir beschlossen, dort zunächst drei Jahre lang zu investieren.
Mit unserem überwiesenen Startkapital kann nun Chemirs Ausbildung zum Krankenpfleger bezahlt werden. Außerdem wird ein Mitarbeiterwohnhaus gebaut, um einen Anreiz zu schaffen, einen weiteren ausgebildeten Krankenpfleger und einen Labortechniker anzustellen.
Ferner wird die Trinkwasserversorgung dort und an anderer Stelle in den Bergen finanziert.

Neue Ziele
Alle sechs Monate wollen wir nun eine weitere Rate nach Äthiopien überweisen für die Gehälter und andere notwendige Arbeiten für dieses herausfordernde Projekt, für das insgesamt ca. 62.000,00 Euro nötig sind.

Hintergrund
Bereits im Jahr 1992 entschied sich der LAFIM, dem Aufruf des damaligen Bischofs Dr. Gottfried Forck zu folgen, das Volk der Oromo in Äthiopien zu unterstützen. Hier sahen wir die Möglichkeit, uns an einem konkreten Ort mit direkter Hilfe zu engagieren. Sofort sammelten wir Informationen und schlossen Kontakte mit erfahrenen Institutionen und Einzelpersonen. Die Mitarbeitenden des LAFIM waren begeistert und sehr spendenfreudig. Schließlich hatten wir selbst gerade das Wunder der Einheit Deutschlands erfahren.

Erstes Projekt: Sauberes Wasser
Das erste Spendenprojekt in der Provinz Wollega in Oromia, im Westen Äthiopiens, war sauberes Trinkwasser. Das hat bis heute erste Priorität in der inzwischen durch viele Besuche vor Ort gefestigten Partnerschaft zwischen dem LAFIM und der Mekane Jesus Kirche. In den zurück liegenden Jahren konnten wir bisher ca. 235.000,00 Euro sammeln und damit für sauberes Trinkwasser an vielen Orten sorgen, beim Bau von Schulen und Kindergärten helfen, Flüchtlingshilfe leisten für verfolgte Menschen, Soforthilfe geben, Veterinärmaßnahmen und verschiedene Gesundheitsprojekte unterstützen. An dieser Stelle sei allen Spendern ganz herzlich gedankt!

Ideen sind gefragt
Viele Aktivitäten finden statt, um neben den regelmäßigen Spenden mehr Geld zu sammeln. Einige Beispiele: Benefizkonzerte, Vorträge an ganz unterschiedlichen Orten, Benefizsportveranstaltungen, Weinverkostungen, Trödelmarktstände, Verkauf von selbst gebackenem Kuchen mit äthiopischem, frisch geröstetem Kaffee oder selbst gemachter Marmelade u.v.m.. Kreativität und Engagement sind gefragt – für einen guten Zweck!

Kein Geld in den Sand gesetzt
Alle 2 Jahre fliegt eine kleine Gruppe von LAFIM-Mitarbeitenden nach Äthiopien, um sich nicht nur vom zweckentsprechenden Einsatz der Spendengelder zu überzeugen und vor Ort gemeinsam nächste Schritte zu erarbeiten sondern vor allem die Menschen zu besuchen. Dies hat einen unglaublichen Wert! Es sind anstrengende Reisen – im Übrigen natürlich selbst finanziert -, die aber von einer tiefen Liebe zu diesen armen und doch so herzenswarmen Menschen geprägt ist. Bei jedem Besuch lernen wir mehr über die Kultur und das Leben und festigen Beziehungen. Was für ein Geschenk und was für eine Herausforderung!