Grusswort

- Dagmar Ziegler, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg
Grußwort der Ministerin zum Projekt „Netzwerk Ehrenamt“
Grußwort der Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg - Dagmar Ziegler
Liebe Besucherinnen und Besucher,
mit großer Freude und Dankbarkeit sehe ich, wie der Landesausschuss für Innere Mission mit seinem Projekt „Netzwerk Ehrenamt“ seine Freiwilligenarbeit weiter stärkt und dabei ist, engagierte Paten für seine Wohnstätten und Pflegeeinrichtungen zu gewinnen. Ein Vorhaben, das sich mit seinen Zielen gut eintaktet in die „Pflegeinitiative“ des Landes Brandenburg. Mit dieser Initiative wollen wir die Menschen dafür sensibilisieren, dass noch mehr von ihnen ehrenamtlich für andere, für hilfe- und pflegebedürftige Menschen da sind. Die „Pflegepaten“-Aktivitäten des LAFIM unterstützen dieses Anliegen in herausragender Weise.
Das Ehrenamt hat Zukunft in Brandenburg. Schon heute betätigt sich ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes ehrenamtlich; viele weitere wollen es künftig ebenfalls tun. Ihre Motive sind der Wunsch nach Mitgestaltung der Gesellschaft, die Förderung des Gemeinwohls, die Gesellig¬keit mit Gleichgesinnten, und eben die Bereitschaft, für Menschen in Nöten und schwierigen Lebenssituationen da sein zu wollen.
Ehrenamtliche geben der Gesellschaft auf sehr unterschiedliche Weise ein menschliches Gesicht. Ohne sie wäre die Gesellschaft weniger stabil. Sie leisten das, was das Herz des Gemeinwesens kräftiger schlagen lässt. Ihre vielfältigen Aktivitäten schaffen Vertrauen, Solidarität und ermutigen andere zu eigener Initiative. Unsere Aufgabe ist es, die bereits Engagierten zu ermutigen, sie zu unterstützen und die vielleicht noch Unentschlossenen in ihrer Bereitschaft zu motivieren. Dies braucht neben guten Rahmenbedingungen – wie etwa dem seit 2006 deutlich besseren Versicherungsschutz – eine stärkere Kultur der Anerkennung in allen Bereichen der Gesellschaft, eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, mehr Beratung und Information über die Möglichkeiten des Engagements auf regionaler und lokaler Ebene.
Und vor allem brauchen Ehrenamtliche mehr passende Angebote und die Gewissheit einer sinnvollen Betätigung – wie es auch das Motto des „Netzwerks Ehrenamt“ ausdrückt: „Für mich und andere – freiwillig Sinnvolles tun!“ Dies ist besonders im sozialen Bereich möglich, und hier gibt es auch den größten Zuwachs in der Freiwilligenarbeit des Landes. Das wird helfen, auch die wachsenden Aufgaben in der Pflege besser in den Griff zu bekommen. Schon heute gibt es in vielen Pflegeheimen vielfältige Hilfe durch Angehörige und Freiwillige. In einem sinnvollen Miteinander ergänzen sie die Arbeit der professionellen Fachkräfte, entlasten diese, indem sie mit den Heimbewohnern spazieren oder einkaufen gehen, ihnen vorlesen und für mehr Geselligkeit sorgen.
Solche Solidarität wird immer wichtiger und muss durch entsprechende Angebote oder z.B. auch in Patenschaften weiter ausgebaut werden. An das Engagement und die Kompetenz der Paten werden hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen nicht nur willens sein, sich zu engagieren, sondern auch dafür geeignet. Deshalb ist es sinnvoll, sie in Schulungen auf diese anspruchsvolle Tätigkeit vorzubereiten. Wenn das alles gelingt, bereichert es die Arbeit des Fachpersonals ebenso, wie den Alltag der Ehrenamtlichen. Doch vor allem geschieht dies mit dem Ziel, das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner zu steigern und ihren Lebensalltag schöner zu gestalten.
Mit seinem Vorhaben zur Gewinnung von „Pflegepaten“ setzt der LAFIM sein seit Jahren erfolgreiches Engagement zur Einbeziehung Freiwilliger fort und ist auf dem richtigen Weg, die wachsenden Herausforderungen im Pflegebereich zu meistern. Ich bin zuversichtlich, dass auch die Projekte „Netzwerk Ehrenamt“ und „Pflegepaten“ gelingen und die brandenburgische Pflegelandschaft einmal mehr bereichern werden. Dafür wünsche ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LAFIM viel Erfolg!
Mit den besten Grüßen
Dagmar Ziegler
Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie
des Landes Brandenburg

