Wegweiser
Sicher ist es oft ein schwerer Entschluss in ein Heim zu ziehen oder einen Angehörigen in die Obhut eines Heimes zu geben.
Auf der Suche nach einem Heim sollten Sie sich möglichst etwas Zeit lassen und das Heim prüfen, ob es zu Ihnen bzw. Ihrem Angehörigen optimal passt.
Wichtige Fragen dazu sind:
- Welchen Eindruck macht das Haus?
- Welchen Standard bietet das Haus?
- Was kosten Pflege und Unterkunft?
- Entspricht das Pflegeleitbild meinen Vorstellungen?
Wenn Sie für sich oder einen Angehörigen ein entsprechendes Heim ausgewählt haben, sind weitere wichtige Dinge zu klären und zu erledigen.
Dieser kleine Wegweiser will Ihnen dabei behilflich sein.
Voraussetzungen für den Einzug
Die Entscheidung, in ein Heim zu ziehen, wird seit Einführung der Pflegeversicherung stark davon abhängig gemacht, ob die Person so pflegebedürftig ist, dass eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich erscheint.
- Als erstes müssen Sie bei Ihrer Pflegekasse einen Antrag auf vollstationäre Pflegeleistungen stellen. Wird dieser bejaht, so zahlt die Pflegekasse einen erheblichen Teil der Heimkosten.
- Zum zweiten ist zu beachten, dass der Sozialhilfeträger gemäß Gesetz das Recht hat, die Heimplätze zu vergeben.
- Der zukünftige Bewohner sollte möglichst auch vorher im Landkreis gewohnt haben.
Ein Hinweis nicht nur für den Heimeinzug
Für den Fall, dass Sie vorübergehend oder dauerhaft nicht in der Lage sein sollten, Ihre Angelegenheiten selbst zu regeln und Ihren Willen zu äußern, empfiehlt es sich, einer Person Ihres Vertrauens eine Vorsorgevollmacht zu erteilen.
Der Beginn dieses neuen Lebensabschnittes ist vielleicht auch Gelegenheit, sich Gedanken über Ihren „letzten Willen“ zu machen. Wem will ich was hinterlassen?
In diesem Zusammenhang sollten Sie auch überlegen, welches Bestattungsunternehmen einmal den „letzten Weg“ bereiten soll.
Diese Unterlagen benötigen wir von Ihnen zum Einzug
Irgendwann ist es dann soweit: Von der Pflegekasse liegt die Bewilligung zur Kostenübernahme für vollstationäre Pflegeleistungen vor. Sie haben sich entschlossen, bei uns einzuziehen und wir haben einen freien Platz.
Nun heißt es für Sie, alle benötigten Unterlagen für einen Heimeinzug zu beschaffen.
Diese Unterlagen brauchen wir:
- Fragebogen für den Heimplatzbewerber
- Kopie des Bewilligungsschreibens der Pflegekasse zur vollstationären Pflege
- Kopie der Betreuungsverfügung (nur bei Vorliegen amtlicher Betreuung)
- Kopie der Vorsorgevollmacht (falls vorhanden)
- Kopie der Patientenverfügung (falls vorhanden)
- ärztliches Zeugnis, frei von ansteckenden Krankheiten, insbesondere TBC
- ärztliche Bescheinigung
- ärztlicher Fragebogen über Inkontinenzversorgung (falls erforderlich)
- Personalausweis, im Bedarfsfall können Sie auch den Ausweis in der Einrichtung abgeben (verwahren lassen)
- Schwerbehindertenausweis, im Bedarfsfall können Sie auch den Ausweis in der Einrichtung abgeben
- Krankenversichertenkarte, sollten Sie in der Einrichtung abgeben
- Auftrag zum Lastschrifteinzug
- Nachlassregelung/Benennung eines Bestattungsinstituts
Was benötigen Sie in der EinrichtungWenn der Einzugstag näher rückt, müssen Sie sich Gedanken darüber machen, was Sie mitbringen möchten.
Auf jeden Fall benötigen Sie:
- möglichst waschmaschinengeeignete Oberbekleidung
- möglichst viel Unterwäsche, diese sollte mindestens 60 Grad waschbar, Chlor bleichbar und Trockner geeignet sein (zur Orientierung: ca. 10 Garnituren, 8 Paar Strümpfe, 6 x Nachtwäsche)
- bequemes, sicheres Schuhwerk und geschlossene, sichere Hausschuhe
- Wasch-, Kosmetik- und Mundpflegeutensilien
Bettwäsche und Handtücher werden vom Haus gestellt (eigene Bettwäsche, eigene Handtücher soweit es für das persönliche Wohlbefinden notwendig erscheint, können Sie mitbringen).
Die namentliche Kennzeichnung aller persönlichen Kleidungs- und Wäschestücke (gestickte oder bedruckte Namensbänder mit Vor- und Zunamen) ist notwendig. Bitte veranlassen Sie dies vor Heimeinzug.
Da alle Zimmer voll möbliert sind, können Sie leider nicht sehr viele eigene Möbel mitbringen.
Aber ein kleiner Schrank, ein Sessel, Regale, Bilder, Sofakissen usw. finden auf alle Fälle Platz. Bitte denken Sie daran, dass Sie sich in der Einrichtung wohl und zu Hause fühlen sollen und dazu gehören auf alle Fälle persönliche Einrichtungsgegenstände.
Kontaktaufnahme
Bestimmte Dinge müssen persönlich besprochen werden. Ein persönliches Gespräch bei Ihnen zu Hause oder in der Einrichtung muss erfolgen.
Im Aufnahmegespräch erhalten Sie und/oder Ihre Angehörigen alle notwendigen Informationen, um sich ein möglichst realistisches Bild vom Leben in unserer Einrichtung machen zu können, so dass Sie sich klar für einen Einzug entscheiden können.
Ihre individuelle Situation wird in diesem Beratungsgespräch berücksichtigt. Hier kann auch schon überlegt werden, ob ein Einzel- oder Doppelzimmer in Frage kommt.
Wichtig für Sie ist zu wissen, dass eine Anmeldung für Sie unverbindlich ist. Wenn Sie sich also für eine andere Einrichtung entscheiden oder sich eine andere Möglichkeit für Ihre Pflege ergibt, sagen Sie uns einfach Bescheid.
Wenn es zum Einzug kommt, denken Sie bitte an die
- Ummeldung des Wohnsitzes
- Rundfunkgebührenbefreiung (falls vorhanden)
- Postummeldung
- Info - Telekom
- Information von Freunden
- Ummeldung bei der GEZ
- ggf. Info letzter Arbeitgeber
- Information der Kirchengemeinde
- Information von Vereinen
- Ummeldung der Zeitschriften und Zeitungen

