Chronik

Zur Geschichte
Die Erben von Hofbaumeister Friedrich August Hasenheyer verzichteten auf 300 000 Mark. Damit konnte das „Hasenheyer-Stift“ gebaut werden, indem „schlechter gestellte ältere Menschen“, die vorwiegend aus Handwerkerschichten stammten, einen harmonischen Lebensabend verbringen. Nach aufwendigen Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten wurde das Haus am 08.09.2003 zum zweiten Mal eingeweiht

Zu unserem Namen
Friedrich August Hasenheyer wurde am 15.01.1823 in Staßfurt geboren.
Er erlernte das Maurerhandwerk und kam auf der damals üblichen Wanderschaft nach Potsdam.
Hier erwarb er ein Haus in der Kurfürstenstraße 7 und eröffnete ein eigenes Geschäft.
Herr Hasenheyer wirkte am Bau verschiedener Gebäude mit, so z. B. am Observatorium, am Flatowturm und an den Kasernen in der Jägerallee.
Nachdem er später den Umbau des Schlosses Babelsberg geleitet hatte, wurde er zum Hofmaurermeister ernannt. Bereits zu Lebzeiten hatte Herr Hasenheyer große Geldbeträge für Wohltätigkeitszwecke gespendet. Diese Zuwendungen kamen dem Bürgerstift und dem Luisenhaus zu Gute.
Friedrich August Hasenheyer verstarb im Alter von 68 Jahren am 03.07.1891.
Er hinterließ seinen Neffen und Nichten ein Gesamtvermögen von 2,5 Millionen Mark.
Am Begräbnistage verzichteten die Erben auf 300.000 Mark und dieser noblen Gesinnung verdankt das Hasenheyer-Stift seine Entstehung.
Daneben wurde ein Hasenheyer - Stipendium ausgeschrieben, das sich auf 20.000 Mark belief und für Handwerksgesellen oder Studenten des Baufaches zur Verfügung stand.
Das Stiftsgebäude wurde am 18.10.1898 eingeweiht und stand finanziell schlechter gestellten älteren Menschen zur Verfügung, die aus Handwerkerschichten stammten. Sie sollten ihren Lebensabend in einer harmonischen Atmosphäre verleben. Die Leitung des Hauses oblag einer Diakonisse des Oberlinhauses.
Während der Inflationszeit wurde das Kapital des Hasenheyer – Stipendiums gänzlich verbraucht.
Im 2. Weltkrieg blieb das Haus von Zerstörungen verschont. Noch heute dient das Hasenheyer-Stift 49 Bewohnern und 15 Tagesgästen als Evangelisches Seniorenzentrum.
Der rote Klinkerbau, im neogotischen Stil errichtet, passt sich gut in das Ensemble der Erlöserkirche und des Pfarrhauses ein.
Nach der Sanierung und Erweiterung wurde das Evangelische Seniorenzentrum „Hasenheyer-Stift“ am 8. September 2003 zum zweiten Mal in seiner Geschichte eingeweiht.
Wir möchten in Dankbarkeit an Herrn Friedrich August Hasenheyer und seine Erben erinnern, denn mit der Errichtung des Hasenheyer-Stifts erhielten viele Menschen im Alter ein Zuhause.