Chronik
Theodor Fliedner war ein evangelischer Theologe (1800 - 1864). Er prägte den Familiengeist in den sozialen Einrichtungen seiner Zeit. Alten Traditionen folgend wurde das Theodor-Fliedner-Heim als soziale Einrichtung für entlassene weibliche Strafgefangene in Brandenburg an der Havel, 1881 in Trägerschaft von Kaiserswerth gegründet.
In seiner wechselvollen Geschichte verlor das Heim seine ursprüngliche Bestimmung und war zeitweilig Schule, Gasthof und Flüchtlingsheim.
Erst Anfang der ‘50er Jahre kamen die ersten Bewohner mit geistigen und/oder psychischen Behinderungen ins Theodor-Fliedner-Heim. Bald lebten 60 Bewohner/innen im Stammhaus. Die Betreuungsarbeit wurde von der evangelischen Kirche übernommen. 1963 wurde die Trägerschaft der Einrichtung von Kaiserswerth dem Landesausschuss für Innere Mission übergeben. In den 60er und 70er Jahren wurden die Kapazität der Einrichtung stetig erweitert und betrug im Jahr 1975 neunzig Bewohner, die vorwiegend in der eigenen Landwirtschaft tätig waren.
Der Lindenhof wurde 1980 als Außenstelle angegliedert. Es folgte die Trennung des Arbeits- und Wohnbereiches.
Nach der politischen Wende verstärkten sich die Bemühungen um Dezentralisierung der Strukturen im damaligen Stammhaus. Ausgelagerte Wohngruppen wurden ab 1990 aufgebaut. Rahmenkonzepte zur Entflechtung der Einrichtung wurden erarbeitet und die Umsetzung der Regionalplanungen vorangetrieben.
Der Aufbau der Werkstätten vollzog sich in den Jahren 1992 und 1993.
Mit der Namensumbenennung in Wohn- & Werkstätten ”Theodor Fliedner” wurde auch nach außen die vollzogene Trennung der Bereiche Arbeit und Wohnen deutlich gemacht. Grundsteinlegungen, Neubauten im Bereich Arbeit und Wohnen folgten.
Unser Ziel ist es, uns zu einer modernen, sozialen, diakonischen Einrichtung innerhalb der Behindertenhilfe als Dienste für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln.


