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Aktuelles

Tag der offenen Tür in der Ambulanten Wohngemeinschaft Haydnstraße 17

Die Mieter der ABWG Haydnstraße 17 in Brandenburg öffneten am 06.10.17 ihre Türen für Interessierte und Angehörige.

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Dachgartenführung mit dem früheren Inselgärtner Jörg Näthe

Am 7.10.17 findet um 14.00 Uhr in der Evangelischen Seniorenresidenz Luisengarten eine Dachgartenführung, mit dem ehemaligen Potsdamer Gärtner der Freundschaftsinsel, Jörg Näthe, statt.

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Kunst als Balsam für die Seele - Fliedners „Lichthof“ lädt zum Kunstkurs in Bad Belzig ein

Die Tage werden kürzer und viele Menschen leiden in der Folge unter jahreszeitlich bedingten depressiven Verstimmungen. Aber nicht nur der Lichtmangel, auch viele andere Gründe können in unserer nicht eben einfachen Lebensumwelt zu einer seelischen Krise führen.

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ANgeDACHT

Gemeindebriefe...

„Immer denken wir, das Wesentliche müsste durch unsere Hände gemacht werden; wenn etwas Entscheidendes in unserem Leben sich ereignen solle, müssten wir etwas tun. Wäre es nicht möglich, es reifte das, was wir sind, in unserer Tiefe. Und wir könnten es gar nicht ergrün­den, es wäre einfach nur da?“

(Gemeindebrief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Klütz)

Bei einem Kurzurlaub an der Ostsee nehme ich traditionell den ausliegenden Ge­meindebrief in die Hand und lese die oben zitierten Sätze noch in einer Kirchen­bank.

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Veranstaltungen

Pflegeberatung der Diakonie Sozialstation Luckau
24.10.2017, 14:00 Uhr - 24.10.2017, 16:00 Uhr

Monatswort

  • „Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“ Lukas 15,10

    Liebe Leserinnen und Leser, Was ist Freude? Ich glaube, Freude hat sehr viel mit Erleichterung zu...

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Liebe Leserinnen und Leser,

Was ist Freude? Ich glaube, Freude hat sehr viel mit Erleichterung zu tun, dem Loswerden einer Beschwernis oder Sorge, die auf meiner Seele liegt. Sie meinen, dass Freude auch andere Ursachen haben kann? Sicherlich, aber lassen Sie mich meinen Gedanken ein wenig weiterverfolgen.

Es gibt so viele Momente in unserem Leben, denen wir bang entgegengehen. Ich sage nur Zahnarzt. Erinnern Sie sich noch an den Werbespot, wo der Junge seiner Mutter freudig entgegenrennt und dabei ruft: "Mama, Mama, er hat überhaupt nicht gebohrt!" Diese Freude hat jeder von uns schon einmal in seinem Leben erlebt. Und da gäbe es noch viele solcher Beispiele. Jeder von Ihnen kennt diese, wo sich Erleichterung einstellt und im gleichen Moment die Freude.

Lassen Sie mich noch ein anderes Beispiel nehmen. Sie haben etwas verlegt. Das ging mir neulich auch so. Ich suchte die Rechnung von meinem neuen Fahrrad. Ich wusste, dass ich sie habe. Ich wusste aber auch, dass ich sie entgegen meiner Gewohnheit noch nicht abgelegt hatte. Also suchte ich sie, was zu Folge hatte, dass ich den Stapel auf meinem Schreibtisch zu Hause abarbeitete, die Sammel­mappe einordnete, usw. Und schließlich, nachdem ich alles abgearbeitet und weg­sortiert hatte, fand ich die Rechnung in der letzten Dokuhülle. Die Erleichterung und damit die Freude über das Wiederfinden und den aufgeräumten Schreibtisch war riesig, brauchte ich doch die Rechnung wegen der Garantie.

Genauso ging es bei Lukas 15 auch der Witwe, die einen ihrer zehn Silbergroschen im Haus verloren hatte und nun das Licht anmachte, das Haus bis in den letzten Winkel hinein umkrempelte und putzte bis sie ihn endlich wiederfand. Und die Freude, die die Frau empfand, schildert Lukas so:

Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte.    (Lukas 15,9)

Sie konnte mit ihrer Freude nicht alleine sein, sondern musste sie teilen. Und damit kommt ein anderer Aspekt der Freude ins Spiel: Freude schafft Gemein­schaft. Ich teile meine Freude, lasse andere an meiner Freude teilhaben, so dass sie sich mit mir freuen können. Wer gelernt hat, seine Freude zu teilen, wird auch mit seiner Traurigkeit nicht allein sein.

Die Freude über das Wiederfinden ist für Lukas ein Bild, mit dem er für seine Zuhörer, seine Leser die Freude der Engel am eigenen Leibe erfahrbar, nachspürbar machen möchte. Schließt er doch die kleine Geschichte mit genau diesem Satz ab:

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut. (Lukas 15,10)

So, aber nun geht es ja nicht allein um die Freude, sondern auch um die Buße. Ich weiß, das ist heute ein selten gebrauchtes Wort. In der Regel kennen wir nur noch den Begriff Bußgeld. Doch auch dieser kann uns gerade sehr hilfreich sein. Was soll denn das Bußgeld bei Ihnen bezwecken, wenn Sie z. B. zu schnell gefahren sind oder falsch geparkt haben? Genau: Es soll ein wenig wehtun und Ihnen dabei behilflich sein, auf den rechten Weg zurückzukommen. In diesem Fall wäre es das Einhalten der Straßenverkehrsordnung. Und das zur Freude aller anderen Verkehrsteilnehmer.

Bei Gott ist das nicht viel anders. Auch Gott hat uns eine Art Straßenverkehrs­ordnung gegeben, eine Lebensordnung. Wir können sie in der Heiligen Schrift nachlesen. Und es gibt für alle, die nicht so viel lesen wollen, sogar eine Kurzf­assung. Das wären in diesem Fall die Zehn Gebote. Und auch davon gibt es eine Kurzfassung:

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Markusevangelium 12,31)

Wer diesen Weg verlassen hat, ist auf dem falschen Weg. Der von Gott gebotene Weg kennt keinen Egoismus, keine Ausgrenzung, kein was auch immer first oder zuerst. Und Buße bedeutet, erkannt zu haben, vom Weg abgekommen zu sein. Buße bedeutet auch, im Gespräch mit Gott – und hier kann ein Pfarrer oder eine Pfarrerin auch begleitend zur Seite stehen – zu erkennen, warum ich mich für den falschen Weg, den Irrweg entschieden habe. Buße bedeutet Einsicht und Umkehr auf den richtigen Weg. Und da gibt es nur den einen. Und dieser eine Weg führt in die Gemeinschaft zurück und schafft Gemeinschaft. Und das kann nichts Anderes als Freude auslösen – bei den Engeln, bei der Familie, bei Freunden, Kollegen, einem selbst und vor allem bei Gott.

Also, in diesem Sinne, empfiehlt es sich in das Navi seines Lebens die Koordinaten Markus 12,31 einzugeben, damit am Ende des Weges immer die Freude steht, auf dem richtigen Weg angekommen zu sein.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Martin Dubberke