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Björn Lüttmann besucht Einrichtungen des LAFIM in Oranienburg

Oranienburg, 5.9.2018 - Björn Lüttmann, Mitglied des Landtages Brandenburg und parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion besuchte am 5. September 2018 die Einrichtungen der LAFIM-Gruppe in Oranienburg, um sich einen Überblick über das Leistungsangebot und die Vielfalt der Angebote zu verschaffen.

Herr Lüttmann verschaffte sich zu Beginn seiner Tagestour im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden des LAFIM, Herrn Tilmann Henke sowie den verantwortlichen Geschäftsführungen Frau Eva-Maria Dressler von MEDIKUS gemeinnützige GmbH und Herrn Michael Robisch von LAFIM - Dienste für Menschen im Alter gemeinnützige GmbH einen Überblick über die gesamte LAFIM-Gruppe, welche in und um Oranienburg an sieben Standorten täglich durchschnittlich bis zu 330 Menschen aus Oranienburg und den angrenzenden Gemeinden versorgt.

Betrachtet man den Landkreis OHV mit der Einrichtung in Fürstenberg, so werden von den Einrichtungen des LAFIM bis zu 370 Menschen täglich betreut und gepflegt. 218 Mitarbeitende betreuen mehr als 140 ambulante Patienten der Sozialstation, 27 Tagespflegegäste, kümmern sich um mehr als 170 Bewohner der vollstationären Einrichtungen - zuzüglich elf Kurzzeitpflegeplätze, und weitere 41 Plätze werden im Seniorenwohnen begleitet. Darüber hinaus ist der Standort Ausbildungsstätte für aktuell fünf Auszubildende.

In den gemeinsamen Gesprächen vor Ort erfolgte ein Austausch zu aktuellen Themen wie zum Beispiel dem Spagat zwischen der Bezahlbarkeit der Pflege in der Zukunft, ohne die Sozialsysteme aus dem Lot zu bringen, dem Personalmangel entgegen zu wirken und den Berufsstand attraktiver zu gestalten. Eine in Europa einzigartige Ausbildung, nämlich die speziell auf die Altenpflege ausgerichtete, wird zum Auslaufmodell. Die Folgen für die Altenhilfe sind noch nicht kalkulierbar, trotz Pflegereformgesetz  und der damit verbundenen generalistischen Ausbildung, die 2020 zur vollen Umsetzung gelangt und die mit vielen offenen Fragen behaftet ist. 

Ein weiteres Thema war der Erlass des MASGF vom 02.02.2018 und dem damit verbundenen Abbau der Zweibettzimmer in vollstationären Einrichtungen bis 2020. Der stellt nicht nur die Oranienburger Einrichtungen des LAFIM, sondern alle Träger, vor große konzeptionelle, organisatorische und finanzielle Herausforderungen. Denn perspektivisch könnte das nicht nur zur Verknappung der vollstationären Plätze, allein innerhalb der LAFIM- Gruppe von rund 300 Plätzen und steigenden Kosten führen, sondern auch die Angebote der Kurzzeitpflege beeinflussen.

Herr Lüttman auf LAFIM-Standort-Tour in und um Oranienburg
Nach der ersten Gesprächsrunde besichtigte Herr Lüttmann zuerst den kleinen familiären Wohnpark im Aderluch, welcher eine Erweiterung um 5 Wohneinheiten erfahren soll, bevor er zur Standort-Tour nach Friedrichsthal aufbrach. Im evangelischen Seniorenzentrum „Elisabethstift“ hatten Angehörige die Gelegenheit mit Herrn Lüttmann ins Gespräch zu kommen, die über die Zufriedenheit der Pflege und Betreuung berichteten, aber auch ihren Unmut kund gaben, über kontinuierlich steigende Heimkosten und wohin das alles noch führen soll. Herr Lüttmann versicherte Frau Bath und iher Mutter sowie der Familie Dieselmann - deren Oma in der Einrichtung wohnt - persönlich zu antworten, wie es mit Entschließung der Länder Brandenburg und Thüringens im Bundesrat zu diesem Thema weitergeht.

Nach dem Besuch der Seniorenresidenz „Wasserschloss“ ging es weiter nach Sachsenhausen in das Evangelische Seniorenzentrum „Friedrich Weissler Haus“. Hier informierte sich Herr Lüttman im direkten Austausch mit den Bewohnern über die Aufgaben des Bewohnerschaftsrates und erfuhr von der anstehenden Neuwahl. Des Weiteren erhielt er Einblick und neue Erkenntnisse über das das entlastende Angebot in der Tagespflege „Henrietten-Garten“, das betreute Wohnen und die vollstationäre Pflege.

Bei seinem Stopp bei der Tagespflege „An der Nicolai Kirche“ in Oranienburg am Bötzower Platz, konnte sich Herr Lüttmann davon überzeugen, wie das einst leerstehende Ladengeschäft durch die Kooperation des LAFIM mit der WOBA das Quartier belebt und eine bedarfsgerechte Nachnutzung erfährt. Die Tagesgäste genießen die zentrale Lage und das „mitten drin“ sein.
In der Pflegeberatungsstelle in der Bernauer Str. 102, wo der Besuchstag seinen Abschluss fand, erhielt Herr Lüttmann zum einen noch Informationen über die Beratungsvielfalt, die jeder Ratsuchende unentgeltlich in Anspruch nehmen kann und erfuhr zum anderen einiges über die Arbeit der Ehrenamtlichen, wie diese pflegende Angehörige entlasten und Ihnen Freiräume ermöglichen, um Kraft für sich zu schöpfen.