Suche

kontaktieren
Sie uns

Monatswort

  • Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. 1.Petrus 4,10

    Wie schön, dass das biblische Geleitwort der Lafim-Diakonie, das auch unserem Leitbild voransteht, der...

    Weiterlesen...

Wie schön, dass das biblische Geleitwort der Lafim-Diakonie, das auch unserem Leitbild voransteht, der Monatsspruch für den Monat Mai ist.

Wir haben es in den vergangenen Jahren in Gottesdiensten mit Einführungen, in Andachten zum Goldenen Kronenkreuz, als geistlichen Impuls vor Fortbildungen, beim Erarbeiten von Texten zur Diakonischen Unternehmensverantwortung und an vielen anderen Orten gehört. Die meisten Mit­arbeitenden werden es kennen. Es ist ein gutes Begleitwort für unsere diakonische Arbeit. Manches Mal ist in unseren Basiskursen, wenn wir diesen Bibelvers vorstellen, das Wort „dienen“ ein Stolperstein. Dient einander, das ist eine Aufforderung, die wir heute nicht mehr allzu oft hören. Das Dienen hat leider einen schlechten Ruf. Und dennoch ist es genau das, was Gott von uns will: Christ_innen sollen nicht herrschen, sie sollen dienen. Christus hat den Menschen gedient, mit seinem ganzen Leben. Also dienen auch wir. Wir dienen einander, wir dienen den Menschen. Wir verzichten auf das Herrschen. Denn das hat ja schon ein anderer für uns übernommen. Gott selbst. Er soll herrschen, über unser Leben und über die ganze Welt. Gott beschenkt uns mit seiner Gnade, mit seiner Liebe und Barmherzigkeit. Alles, was wir können, haben wir empfangen. Unsere Leistungen und Erfolge rechnen wir uns nicht zu und werden niemals überheblich. Alle unsere Fähigkeiten und Talente sind Geschenke Gottes. Und unsere Schwächen und Fehler sind unsere Herausforderung und Aufgabe. Die Gnade, von der der Vers spricht, ist nicht unsere eigene Gnade. Das alles macht Mut und entlastet auch. Ich muss mich nicht ausschließlich auf mich und meine Fähigkeiten verlassen. Ich verlasse mich auf das, was Gott mir schenkt – und anderen auch geschenkt hat. Von daher versteht sich das „Einander“, ich gebe und mir wird gegeben. Wir sind offen für das, was Gott uns gibt. Und wenn wir offen sind, dann werden wir sicherlich auch immer wieder darüber ins Staunen geraten, wozu wir fähig sind oder wozu Gott uns fähig gemacht hat.

Ein Gebet begleitet uns: „Guter Gott, lass mein Leben zu einem Dienst werden. Lass mich das leben und weitergeben, was du mir anvertraut hast. Schenke mir die Stärke und den Mut, die Neugier und die Gelassenheit, mich darauf einzulassen. Lass die Gaben zu Werken und die Werke zu Räumen der Veränderung werden, wo Menschen sich gerne aufhalten. Mach mich zu einer aufmerksamen Erkennerin meiner Gaben und Aufgaben und zu einer guten Haushalterin deines Willens. Schenke mir die Phantasie für ungeahnt Unmögliches in mir.“

Seien Sie alle herzlich gegrüßt in diesen auch schwierigen Zeiten.
Bleiben Sie behütet und bewahrt.

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau
Theologischer Vorstand