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Monatswort

  • Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. 2.Korinther 5,19

     

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Versöhnung - im Neuen Testament begegnet einem dieses Wort selten. Man könnte es dort öfters erwarten, weil es so wichtig scheint innerhalb der christlichen Werte und Haltungen. Heute sollte uns diese Frage umtreiben. In einer Zeit, wo der Mensch dem Menschen und der Schöpfung alltäglich so viel Gewalt antut. In Konflikten, in Kriegen und durch Ausbeutung. Und achten Sie einmal auf die Nachrichtensprache in den Medien. Kaum eine Wortgruppe hat sich so sehr nach vorne geschoben wie „Spaltung des Landes, gespaltete Gesellschaft, EU vor innerer Zerreisprobe und Abspaltung einzelner Mitglieder …“ Da muss Versöhnung doch ein großes Thema sein. Ein Beispiel: Als die südafrikanische Apartheid an ihr Ende gekommen war, setzte Nelson Mandela eine sogenannte „Wahrheits- und Versöhnungs­kommission“ zur Aufarbeitung ein. Die einzelnen Sitzungen mit ihren Anhörungen waren besonders erfolgreich, wenn Opfer das Gefühl hatten, wieder eine Stimme zu haben und Täter_innen den Eindruck, als Menschen wahrgenommen zu werden. Der Mensch muss versöhnt werden. Zunächst einmal mit sich selbst. Wer könnte schon von sich behaupten, er habe es nicht nötig, hier und da umzudenken, neue Wege einzuschlagen, Fehler zu berichtigen? Ein jeder Mensch hat das Recht, ein anderer zu werden.
Es geht darum, in Christus ganz neu anfangen zu können. Neu anfangen. Alles, was missglückt ist, alles irgendwie Zwiespältige und Zweifelhafte, alles Unglück hinter sich lassen.

„Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht.
Ein off´nes Tor in einer Mauer. Für die Sonne aufgemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen, wie ein unverhoffter Gruß.
Wie ein Blatt an matten Zweigen, ein Ich-mag-dich-trotzdem-Kuss.
So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih´n.“  (J.Werth, J.Nitsch)

 

Seien Sie herzlich gegrüßt von  
Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau