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Monatswort

  • „Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut" Matthäus 2,10

    Liebe Leserinnen und Leser, Was für eine Entdeckung, dieser Stern! Weise aus dem Morgenland, so...

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Bild | © Martin Dubberke

Liebe Leserinnen und Leser,

Was für eine Entdeckung, dieser Stern! Weise aus dem Morgenland, so berichtet der Evangelist Matthäus, legen einen weite Strecke zurück, um ihm zu folgen. Sie wandern zu dem neugeborenen Kind in Bethlehem und bringen kostbare Geschenke mit. Und immer zieht der besondere Stern am Himmel sichtbar seine Bahn und weist ihnen den Weg.

In späterer kirchlicher Tradition hat man den Männern den Ehrentitel „Die heiligen drei Könige“ gegeben. Ihre Gebeine sind bis heute in einem kostbaren Schrein im Kölner Dom aufbewahrt. Bestimmt waren sie aufgeregt, als sie sich auf den beschwerlichen Weg durch die Wüste in das Land Judäa gemacht haben. Bestimmt würde sie Großes erwarten, so groß, dass es alles übersteigen würde, was sie sich hatten vorstellen können. Mit Hoffnung begannen sie ihre Wanderung. Und es wird sich zwischendurch Ermüdung eingestellt haben. Unsicherheit, ob die Entscheidung richtig war, alles hinter sich zu lassen. Möglich, dass auch in mancher Nacht der Stern verdunkelt und sein leitendes Leuchten nicht zu sehen war. Denn das gibt es wohl in jedem Leben. Diese Momente, in denen es nicht mehr weitergeht. Wo wir meinen, dass die Lebensreise endlos wird und Hoffnung durchaus verloren zu gehen scheint. Die Weisen sehen zur rechten Zeit den Stern wieder: „Als sie den Stern sahen, freuten sie sich – groß, gar groß war ihre Freude!“, so übersetzt es ein katholischer Theologe passend. Im Dezember und beginnenden Advent machen wir uns mit den Weisen auf den Weg und schauen auf den Morgenstern, wenn er den Tag verkündet.

„Wieder naht die dunkle Zeit,
in der es hell wird
durch Sternenglanz und Engelswort.

Du, Gott, kommst näher, Tag für Tag.
Um unter uns zu wohnen
Als Licht der Welt.

Zieh ein
In unsere Wohnungen und unser Leben,
leuchte in uns und durch uns.

Damit es hell wird auch an trüben Tagen.
Und wir es sehen:
Da ist er doch, dein Stern.“

 

Es grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau
Theologischer Vorstand