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Monatswort

  • Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott. (Jesaja 50,10)

    der Monatsspruch spiegelt die Erfahrungen des Volkes Israel in seiner Geschichte wider. Nach dem...

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der Monatsspruch spiegelt die Erfahrungen des Volkes Israel in seiner Geschichte wider. Nach dem beschwerlichen Weg aus der Sklaverei im Nachbarland Ägypten hatten sie ihr gelobtes und von Gott versprochenes Land erreicht, wo sie sich niederlassen wollten.

Aber es warteten dort nicht gerade Milch und Honig auf sie. Nein, Feinde und Widersacher und mit ihnen Auseinandersetzungen und Kämpfe: das wurde der oft bittere Alltag. Die einzige Hoffnung, die ihnen in der Verzweiflung blieb, war die auf ihren Gott. Sie nannten ihn den Gott Israels, der Gott aller Völker und aller Menschen. Ihm darf man alle Widrigkeiten in seine Hände legen, selbst wenn am Horizont noch kein Licht sichtbar aufscheint

Das Leben im Dunkel ist nach wie vor –auch für uns heute- aktuell. Die Verunsicherungen in unserer heutigen Welt angesichts politischer Krisen­herde, Gesellschaften auf Irrwegen und eine bisweilen ratlose Weltgemein­schaft. Es sind dies die Fragen unserer Zeiten und unserer Tage. Und auch abgesehen von den großen Weltproblemen: auch einzelnen Menschen fehlt oft das große Licht auf ihrem Weg. Menschen, die von großen Problemen der leiblichen oder seelischen Gesundheit überfallen werden oder deren Lebenspläne schmerzhaft zerbrechen, sie fühlen sich in einem dunklen Tunnel, dessen Ende nicht in Sicht ist. Können sie wieder erkennen und neu lernen, dass man auf Gott vertrauen kann. Auch wenn seine Wege und seine Gedanken nicht unsere Gedanken und Pläne sind? Wir gehen in die Zeit von Advent und Weihnachten. Den Advent kann man als Zeit eines neuen Blicks verstehen. Könnte der Advent nicht den Blick auf unser eigenes Leben und jenes unserer Welt weiten? Dann könnte die Gewissheit in uns wachsen, dass es wichtig ist, die Suche nach dem Licht nie aufzugeben; dass es sich lohnt, die eigenen Anstrengungen in die Hände Gottes zu legen. Dann leuchtet auch die Nacht wie der Tag!

 

Seien Sie in der Adventszeit herzlich gegrüßt von

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau