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Monatswort

  • „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ (Hebräerbrief; Kapitel 1, Vers 1)

    Worauf dürfen wir hoffen, gibt es denn beweisbare Aussagen in der Bibel, die uns ganz sicher sein...

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Bild | © Markus Möllenberg

Die Nacht ist verflattert, und ich freue mich am Licht.
Herr, ich bin fröhlich heute am Morgen

In wenigen Zeilen dreimal Freude und Fröhlichkeit, können das vielleicht Menschen aus afrikanischen Ländern überzeugender und mitnehmender ausdrücken als wir?

In einem Radiointerview neulich merkte der neue Botschafter der Republik Korea, der lange in Deutschland gelebt hat und fließend deutsch spricht, an auf die Frage, was ihn an den Deutschen beeindruckt „Zuverlässigkeit und Fleiß“ und auf die Gegenfrage, was ihm nicht gefällt „Sturheit und fehlender Humor“. Er scheint die verschiedenen Spielarten der Freude in unserem Land nicht deutlich zu erleben. Eine ernüchternde Erkenntnis- und das mitten im Karneval, ausgerechnet am Rosenmontag! 

Abhilfe schafft da eine Stellenanzeige im Kirchlichen Amtsblatt unter der Rubrik „Ausschreibung von Pfarrstellen“. Eine Kirchengemeinde in Cottbus eröffnet den Text so: „Die Gemeinde freut sich auf eine Pfarrerin oder einen Pfarrer mit Humor“. Ich musste es zweimal lesen. Nicht wie üblich stehen theologische, seelsorgerliche und pädagogische Kompetenzen im Vordergrund. Sondern Fähigkeiten in Lachen und Lächeln, Freude und Frohsinn, Nicht-alles-so ernst-nehmen. Wer Humor mitbringt, ist nicht den ganzen Tag albern. Aber sie oder er kann Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden und die Dinge des Lebens mit einem Augenzwinkern betrachten, bestenfalls auch über sich selber lachen.

Sicher muss die Pfarrstelle in der Brandenburger Karnevalshochburg Cottbus an den Tagen mit närrischem Treiben gut mithalten können und fröhlicher Gastgeber sein. Aber die Stellenbeschreibung gilt ja nicht nur für eine Woche im Jahr. Humor ist durchgängig gefragt und ich bin gespannt, nach welchen Kriterien dann unter den Bewerbungen ausgesucht wird. Es könnte jemand überzeugen, der wie im afrikanischen Gebet „seine Freude an den Himmel wirft“. Denn da kommt sie her, als Geschenk für die Menschen, wenn Sturheit sie plagt.

Zugegeben stehen Fröhlichkeit und Freude in den Büchern der Bibel nicht gerade im Vordergrund und nicht selten werden unsere Gottesdienste auch so erlebt und wahrgenommen. Aber es lassen sich genug Bibelstellen finden, die die aus tiefstem Herzen uns zur Freude einladen.

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau

 

Spruch zum Tag

Unser Mund sei voll des Lachens und unsre Zunge voll Rühmens.

Psalm 126             

Wochenpsalm

Psalm 31, EG  716

Wochenlied

EG 324 - Ich singe dir mit Herz und Mund

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