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Monatswort

  • „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ (Hebräerbrief; Kapitel 1, Vers 1)

    Worauf dürfen wir hoffen, gibt es denn beweisbare Aussagen in der Bibel, die uns ganz sicher sein...

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Bild | © Markus Möllenberg

Der dänische Theologe Sören Kierkegaard (1813-1855) hat es einmal so gesagt: „Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Ich meinte bis dahin, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht nur Reden ist, sondern Hören. Beten heißt aber nicht, sich selbst reden zu hören. Beten heißt, still werden und still sein. Und warten, bis ich Gott höre.“

 
Wer betet, kommt zu sich selbst. Denkt über sich nach und öffnet seine Seele zu Gott. Im Gespräch mit ihm kann ich alles sagen, es gibt keine Grenzen. Was mich bedrückt oder wofür ich mich schäme, das darf er von mir hören.
 
Ich kann über mein Innerstes sprechen und tief Verborgenes vor ihm öffnen. Leidvolles und Beglückendes, Trauriges und Erfreuliches: alles hat bei Gott seinen guten Ort, bei ihm ist die vollste Verschwiegenheit.
 
Nur darf ein Gebet kein Monolog mit mir sein, in dem ich mir die mir passenden und angenehmen Antworten gebe.
Paulus sagt im Neuen Testament, das sei nur Plappern.  Im Wort „beten“ steckt in seiner ursprünglichen Bedeutung „bitten“.
 
Ich bitte um etwas, was ich mir selber nicht geben kann. Ein anderer spricht mir zu, wenn meine Worte nicht ausreichen. Und ich werde eine Hörende, auch dann, wenn mir die Antwort nicht gefällt.
 
In unseren Gottesdiensten verkürzen wir manchmal die Zeit für ein Gebet, weil es viele Menschen nicht mehr gewohnt sind, über längere Zeit inne zu halten und zu schweigen. Aber gerade die Rückmeldungen zu Gebeten in der Stille, zum Beispiel vor dem Vaterunser, sind eher positiv und manch einer wäre gerne noch länger schweigsam gewesen.
 
Wir gehen in die Woche nach dem Kirchensonntag „Rogate“ – übersetzt „Betet“.
 
Nehmen wir den Appell als eine Aufforderung an uns selbst, zwischendurch dem Gebet zu Gott angemessenen Raum zu geben. Ob allein oder in der Gemeinschaft.

 

Wochenspruch

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.
(Psalm 66,20)

Wochenpsalm

Psalm 95

Wochenlied

EG 133 – Zieh ein zu deinen Toren

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Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau

Theologischer Vorstand