Suche

kontaktieren
Sie uns

Monatswort

  • „Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“ (Hebräerbrief; Kapitel 13, Vers 2)

    Fliehen müssen. Die Wohnung oder das vertraute Haus verlassen. Habseligkeiten zusam­menpacken, nur das...

    Weiterlesen...

Bild | © Markus Möllenberg

 

Ein Text aus dem Buch des Propheten Jeremia mit der Kapitelüberschrift „Worte über die falschen Propheten“ war gestern am 1. Sonntag nach Trinitatis Grundlage der Predigt. Und als er verlesen wurde, bin ich bei dem Spruch über träumende Propheten in Gedanken hängengeblieben.

Mir fiel sofort Martin Luther King und sein berühmt gewordener Satz „I have a dream“/ „Ich habe einen Traum“ ein, den er in den 1960er Jahren einer Ansprache voranstellte. In diesen weltpolitisch auch schwierigen Zeiten des ausgehenden 20. Jahrhunderts gab es neben ihm auch andere Frauen und Männer, die ihre Worte gegen Aggression und Kriegsrhetorik stemmten. Sie wagten zu träumen: von Gerechtigkeit unter den Menschen, von Frieden bis in den letzten Winkel der Erde und von der Bewahrung einer Schöpfung in Nachhaltigkeit für kommende Generationen. Selbst in Kunst, Literatur und Musik gab es schöne Beispiele dafür, wie gehofft wurde, dass sich die Welt stetig zum Besseren wandelt. Ich nenne stellvertretend zwei Lieder von John Lennon von den Beatles: „Give peace a chance“ und „Imagine“ mit der Liedzeile:
 
„Du sagst vielleicht,
ich sei ein Träumer.
Aber ich bin nicht der Einzige.“
 
Nein, das war er nicht und kraftvolle Demonstrationen haben damals gezeigt, dass Menschen für ihre Anliegen in großen Zahlen auf die Straße gingen, um die Zukunft zu ihrer Sache zu machen, um sie nicht allein Politik und Wirtschaft zu überlassen. Ohne die vielen einzelnen Träumenden zwischen Rostock und Weimar wäre die Mauer vielleicht nicht gefallen.
 
Gott macht Jeremia Mut, von seinen Träumen zu erzählen. Aber er erinnert ihn gleichzeitig daran, dass Gottes Wort allein die rechte Richtschnur ist. Erst der Herr, der Himmel und Erde erfüllt, hat in uns überhaupt Träume geweckt und die unendliche Sehnsucht danach, sie mögen sich erfüllen. Die das Volk mit Lügen und losem Geschwätz überziehen, so sagt Gott, sind zu nichts nütze. Aktueller könnte ein Bibeltext 2018 kaum sein. Lesen Sie ihn doch einfach mal. Im Alten Testament, Prophet Jeremia, Kapitel 23, Verse 16-29. Es lohnt sich. 

 

Wochenspruch

Christus spricht: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.

(Lukas 10,16)

Wochenpsalm

Psalm 76

Wochenlied

EG 124 - Nun bitten wir den Heiligen Geist

Download

ANgeDACHT als PDF

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau

Theologischer Vorstand