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Monatswort

  • „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.“ (1.Johannes 4,16)

    „Love ist the answer / Liebe ist die Antwort“  

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Das Wort Gabe kommt von geben und wir werden daran erinnert, dass sie uns von Gott verliehen wurde.

Er hat den einzelnen Menschen einzigartig und individuell erschaffen. Jede und jeder hat persönliche Begabungen und trägt sie ein in die Gemeinschaft. Bei der einen wird es eine spezielle Nähe zu Technik, Zahlen und komplizierten Zusammenhängen sein. Im anderen finden sich eine besondere Feinfühligkeit im Umgang mit Menschen, eine sensible Wahrnehmung für Not und Nöte in der Welt. Niemals können alle alles und erst das Zusammenwirken der einzelnen Kräfte bildet das Ganze. Nichts geht ohne einander. Wir neigen leider dazu, bei uns die Defizite, das was fehlt, zuerst zu sehen. Wir beschreiben ausführlich unsere Schwächen, den Mangel, das Misslungene oder Unerreichte. Der Klavierspieler beklagt seine nicht so stark ausgeprägten Englischkennt­nisse und die Englischlehrerin, dass sie leider niemals genug Klavier geübt hat. Dabei können sie sich gut ergänzen mit ihren jeweiligen Kompetenzen. Auch hier ist das Glas eher halb voll als halb leer. Die Sichtweise macht den Unterschied. Im 2.Timotheusbrief geht der Text so weiter: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

In einer Konfirmandenfreizeit während meines Gemeindepraktikums haben wir den Jungen und Mädchen ein leeres Blatt Papier auf den Rücken geheftet. Jeder ging umher und hat den anderen darauf etwas geschrieben, was er oder sie besonders gut kann. Es kamen nicht nur wunderbare Ergebnisse dabei raus und die einfache Erkenntnis, dass wir unsere Gaben zusammentragen, damit sie wirken können. Ein Jugendlicher brachte es überschwänglich auf den Punkt. „Ich bin ja toll!“ Das ist er wirklich, weil Gott ihn - und den Menschen überhaupt - damit ausgestattet hat, einfach auch mal toll zu sein. Viele Erzählungen in der Bibel im Neuen Testament berichten davon, dass es Jesus in ganz beeindruckender Weise und oft in unkomplizierter Weise geschafft hat, Männer und Frauen mit wenig Selbstbewusstsein zu stärken. Er hat daran erinnert, dass Gott uns zur Nächstenliebe genauso wie zur Selbstliebe bestimmt hat. Daran entstehen und entwickeln sich unsere Gaben. Manchmal schlummern sie im Verborgenen und müssen wachgeküsst werden.

 

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich
Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau  

 

Wochenspruch

„Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.“  (Lukas 12,48)

 

Wochenpsalm

 

Psalm 42 - EG 723

Wochenlied

EG 497 „Ich weiß, mein Gott, dass all dein Tun.“

 

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