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Monatswort

  • „Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen ist dir nicht verborgen“ (Psalm 38,10)

    Liebe Leserinnen und Leser, am Platz vor der Kirche hat einer Herzen aufs Pflaster gemalt. Ich...

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Bild | © Markus Möllenberg

...auch wenn das für manche Schimpfwort ist. - Ende Juni dieses Jahres wurde die Pfarrerin Margot Käßmann in Hannover in den Ruhestand verabschiedet. Sie war Botschafterin für das Reformationsjubiläum, Landesbischöfin und Vorsitzende des Rates der EKD.

Sie ist aus den Medien vielfach bekannt, hat Bücher veröffentlicht und oft mutig Stellung bezogen. Das hat ihr bei vielen Menschen in Deutschland Anerkennung und Respekt eingebracht. Nicht jeder hat Ihren Stil und ihr Auftreten gleichermaßen geschätzt. Aber jede Veranstaltung beim Kirchentag mit schnell überfüllten Hallen hat ihre Popularität gezeigt. Auch in ihrer letzten Predigt im aktiven Berufsleben zeigt sie noch einmal deutlich, wie wichtig es für die Evangelische Kirche in Deutschland ist, freimütige und offene Predigerinnen in ihren Reihen zu haben, die dazu noch gut verstanden werden. Einige Sätze aus der Ansprache, die haften bleiben:

„Der Glaube an Gott ermutigt geradezu, sich aufzubäumen gegen das Unrecht dieser Welt. Weil wir als Christinnen und Christen schon hier und jetzt Zeichen setzen wollen für Frieden und Gerechtigkeit. Weil wir Visionen davon haben, Bilder, die uns zeigen, wie es aussehen könnte, das Gelobte Land… Wenn wir keine Hoffnungsbilder kennen, auf die wir hinarbeiten, wozu sich dann engagieren?

Es tut gut, Ziele zu haben, Herausforderungen anzunehmen, sich zu engagieren. Statt der Hoffnungsbilder malen heute viele gern Schreckensbilder, wollen Wahlen gewinnen mit Bedrohungsszenarien. Dagegen bäumen sich Christinnen und Christen auf! … Jesus hat uns solche Hoffnungsbilder von Nächstenliebe und Barmherzigkeit in seinen Worten wunderbar überliefert. Sie helfen uns, quer zu denken, neue Wege zu wagen, wo andere starr am Alten festhalten.

Wir können unsere kleinen Schritte einordnen in ein großes Ganzes, den Bezug zu Gott, den Glauben an Jesus… Gebt die Hoffnung nicht auf, dass unsere Welt eine bessere werden kann. Wir brauchen Weltverbesserer, auch wenn das für manche inzwischen ein Schimpfwort ist.“ 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau

 

Wochenspruch

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat. (Psalm 33,12) 

Wochenpsalm

Psalm 59 

Wochenlied

EG 139 - Gelobt sei der Herr 

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