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Monatswort

  • „Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut" Matthäus 2,10

    Liebe Leserinnen und Leser, Was für eine Entdeckung, dieser Stern! Weise aus dem Morgenland, so...

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Bild | © Johannes Dubberke

Habe ich schon mal gesagt, dass ich großen Gefallen an Wochensprüchen habe? Manche können einen so richtig umhauen und dafür sorgen, dass man sich selbst auf den Prüfstand stellt. Und das meine ich nicht nur so als Mensch im Allgemeinen, sondern im Besonderen auch als Christ.

Als, ich den Wochenspruch für die Woche gelesen habe, habe ich mir im Spiegel tief in die Augen geschaut und die Frage gestellt, ob mir das so richtig gelingt:
 
Dies Gebot haben wir von ihm, dass,
wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebt.

 
Das steht im 1. Brief des Johannes im 4. Kapitel, Vers 21.
 
Tja, was soll ich sagen? Ich glaube an Gott. Ja, ich liebe auch Gott. Aber liebe ich auch jeden meiner Brüder und jede meiner Schwestern? Ich gebe es ehrlich zu: Mancher und manche sind eine echte Herausforderung an meine Nächstenliebe. Und zugegebenermaßen muss ich gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, ob es mir immer gelingt, diese Herausforderung zu bestehen. Ich bin doch auch nur ein Mensch. Ja, aber ich bin ein Mensch, der an Gott glaubt und Gott liebt.  

Johannes, also der Autor dieses Briefes, dem der Wochenspruch entnommen ist, weist damit auf den Mann hin, der uns vorgelebt hat, was solche Liebe bedeutet: Auf Jesus Christus, der in seiner Liebe zu uns soweit gegangen ist, dass er für uns am Kreuz gestorben ist. Das ist für viele Menschen nicht verstehbar und noch weniger nachvollziehbar.
 
Johannes schreibt ein paar Zeilen vor unserem Wochenspruch: „Furcht ist nicht in der Liebe.“Ich glaube, dass genau das der Grund ist, weshalb das Einhalten dieses Gebots so entscheidend ist. Wenn ich Gott liebe, dann weiß ich darum, dass mir Gott mich stärkend in meinem Rücken steht. Und dann kann ich mich auch der Herausforderung stellen, meinen Bruder, der mein Kollege, mein Nachbar oder mein Chef, oder, oder…sein kann, den ich vielleicht nicht mag, der mir gewaltig auf die Nerven geht oder, den ich gar fürchte, zu lieben.
 
Das ist für jeden Menschen eine große Herausforderung und für uns Christen eine ganz besondere. Das ist auch die Frage, wie loyal ich zu Gott bin. Die Doppelbindung dieses Gebots wer Gott liebt, liebt auch seinen Bruder macht deutlich, dass Religion nichts mit gefühliger Romantik zu tun hat, sondern, um es mit Dietrich Bonhoeffer zu sagen, harte Arbeit ist.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in diese Woche
Ihr Pfarrer Martin Dubberke

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebt.
1. Brief des Johannes, Kapitel 4, Vers 21

Wochenpsalm

Psalm 1 – Evangelisches Gesangbuch 702

Wochenlied

Evangelisches Gesangbuch 397 – Herzlich lieb hab ich dich, o Herr

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