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Monatswort

  • „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein“ 1.Samuel 7,3

    Liebe Leserinnen und Leser, Im Buch Samuel im Alten Testament wird erzählt, dass Gott bei den...

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Bild | © Martin Dubberke

...ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.“  (Alexander von Humboldt 1769-1859; Naturforscher und Wissenschaftler der Geographie) Es ist gar nicht eindeutig belegt, ob der viel und weit gereiste Alexander von Humboldt den Satz wirklich gesagt hat. Aber der Kern stimmt.

Wie viele Menschen fällen Urteile, ohne zu sehen und zu verstehen? Wie viele Menschen reisen, ohne wirklich hinzuschauen? Zu viele, scheint es. Leben wir doch in einer Welt voller Vorurteile und Missverständnisse. Unkenntnis prägt oft das, was als Wissen und Wahrheit verkauft wird. Weltanschauung braucht Welt anschauen. Selbstverständlich hat nicht jede*r die Zeit, das Geld und die Gelegenheit, weite Reisen zu unternehmen, um die Länder der Erde vor Ort plastisch kennenzulernen. Zu Zeiten von Alexander von Humboldt war er mit seinen Forschungsreisen bis tief nach Südamerika hinein die absolute Ausnahme. Trotzdem hat er erkannt, dass bereits ein weiter und globaler Blick genügt. Weitsicht, Offenheit für zunächst Fremdes, Neugier auf Unbekanntes, Loslassen von eigenen kulturellen Gewissheiten: Das sind Grundlagen der Toleranz und Akzeptanz. Dafür muss man nicht bis zum Südpol, das lässt sich auch in Brandenburg entdecken. Wir sollten Forscher sein in unserer Umgebung. Nicht nur auf Landkarten oder das Navi schauen, sondern auf die Landschaften, die sie abbilden. Die Bibel hatte eine begrenzte Weltsicht, viele Länder und Kontinente waren zu ihrer Zeit noch gar nicht entdeckt. Und doch sprechen die Erzählungen die Sprache einer ersten Erkenntnis und Einsicht, dass die Menschheit vielfältig ist. Die Apostel werden den Schritt hin nach Athen und Rom wagen. „Gehet hin in alle Welt“ – so hat es Jesus uns aufgetragen. Da ist alles gemeint, von der nächsten Nachbarschaft bis zu fernen Horizonten.

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau

 

Wochenspruch

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit,
sondern auf deine große Barmherzigkeit.
Daniel Kapitel 9, Vers 18

Wochenpsalm

Psalm 31, Verse 20-25

Wochenlied

Evangelisches Gesangbuch Nr. 452– Er weckt mich alle Morgen

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