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Monatswort

  • Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! (Matthäus 10,7)

    Mit diesem Auftrag hat Jesus seine Jünger losgeschickt.

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Bild | © Martin Dubberke

Ein ehemaliges Kloster, seine Kirche mit ihren Gebetszeiten und seine Anlage mit großzügig angelegten Gärten kann ein guter Ort sein, die Bedeutung von Hören neu zu entdecken. Eine eher ruppige Redensart sagt, dass man manchmal etwas auf die Ohren kriegt - auch im Arbeitsleben.

Hier aber, in klösterlicher Abgeschiedenheit und Stille geht es um anderes. Der Mund schweigt und die Ohren werden aufmerksam. Zunächst auf schöne Geräusche der Natur: Vogelstimmen und Gezwitscher, Insekten, Wind und Regen, Rauschen der Bäume. Wie schön, wenn es kein stiller Frühling ist. Wie wichtig, dass das Handy ausgeschaltet bleibt. Dann aber auch im Hören auf sich selbst, auf die innere Stimme. Was sagt sie mir in die eigene Verschwiegenheit, dass ich niemals wagen würde, laut auszusprechen? Welche Botschaften teilt sie mir mit, die ich nicht wahrgenommen habe oder wahrhaben wollte? Und nicht zuletzt das Hören auf andere Menschen, auf mein Gegenüber im Gespräch von Mensch zu Mensch: im Dialog. „Die ersten zehn Minuten im Personalgespräch gehören dem Mitarbeitenden,“ heißt eine Regel aus dem Handbuch der Gesprächsführung. Und es wird ergänzt durch den Satz: „Es geht um Verstehen, nicht um Beurteilen.“ Zugegeben, das klingt nach höherer Schule. Ist aber ganz einfach zu verstehen und danach zu handeln. Ein Blick in die Bibel hilft auch, über 120 Mal ist dort im Lexikon der Bibel das Wort „hören“ verzeichnet; das Wort „reden“ dagegen etwa 60 Mal.

Nicht alle Mitarbeitenden der Lafim-Diakonie konnten mit zur diesjährigen Konzernkonferenz ins Kloster Drübeck im Harz mitfahren. Aber die Beteiligten werden in ihren Bereichen davon staunend berichten. Wie das rechte Hören den Alltag der Arbeit sinnvoll begleiten kann, wann kleine Momente des Innehaltens und der persönlichen Einkehr immer möglich sein sollten. Wie aus einer Inflation von Worten durch Reduzierung wichtige Kerninhalte deutlich werden. Wann wir besser schweigen und eher reden sollten. Und warum auch das geschriebene Wort seine Begrenzung haben muss, damit es gehört wird!

Zum Wochenbeginn grüßt Sie

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau

 

Wochenspruch

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
2. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 5, Vers 17

Wochenpsalm

Psalm 66, 1-9

Wochenlied

Evangelisches Gesangbuch 110 - Die ganze Welt, Herr Jesu Christ

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