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Monatswort

  • Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und nimmt doch Schaden an seiner Seele? (Matthäus 16,26)

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Bild | © Martin Dubberke

Heute möchte ich Sie zum Wochenbeginn aus Brandenburg an der Havel grüßen und Ihnen eine gute und gesegnete Arbeitswoche wünschen. Ich möchte heute Morgen über unsere Hände und Füße mit Ihnen nachdenken und Sie zu einer praktischen Übung mit dem Vers 9 aus Psalm 3 einladen: "...du stellst meine Füße auf weiten Raum."

Mehrfach am Tag reichen wir anderen unsere Hand. Zur Begrüßung. Zum Abschied. Am Händedruck erfahren wir viel über einen Menschen. Ist er hart, fast schmerzhaft, unsensibel, nimmt mich vielleicht nicht richtig wahr? Oder lasch, unsicher, unterwürfig? Zieht mich jemand mit dem Händedruck zu sich oder hält er mich mit ausgestrecktem Arm auf Abstand?

Der Blick und der Handschlag drücken aus, wie wir zueinander stehen.

Und die Füße? Sie sind meist verborgen in Schuhen und Strümpfen. In unserem Kulturkreis gehört es sich nicht, mit unbekleideten Füßen bei einigermaßen formellen Anlässen aufzutreten. Wenn wir bei einer Andacht oder in der Wohnküchen im Seniorenzentrum oder bei Fliedners in der Wohnstätte mit nackten Füßen säßen. Eine erheiternde Vorstellung.

Aber vielleicht machen wir es in diesem Sommer einmal draußen auf einer Wiese, im Stuhlkreis im Seniorenzentrum oder in der Freizeit bei Fliedners oder in der Kita. Zieht die Schuhe und Strümpfe aus, die Männer krempeln die Hosen hoch. Lasst Luft an die Füße, setzt eure Füße auf weichen Rasen und genießt den Augenblick. Vielleicht steht ihr auch auf und geht eine Weile über die Wiese, es wird herrlich an unseren Füßen kitzeln.

So könnte es aussehen auf einer Sommerwiese: Wir sitzen mit nackten Füßen im Kreis oder gehen auf der Wiese, einer liest den Psalm 31 vor und bei Vers 9: "… du stellst meine Füße auf weiten Raum", nehmen wir uns Zeit und denken über diesen Vers nach. Einfach Mal ausprobieren!

Denn unsere Füße führen uns durchs Leben. Sie balancieren unseren Körper. Jede unserer Bewegungen wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Die Füße verbinden uns mit der Erde. Sie sind sensibel, wie unsere Hände. Sie sind unverwechselbar. Wie es um unsere Füße steht, zeigt an, wie wir im Leben stehen. Fest verwurzelt. Gut im Kontakt mit dem Boden. So kann uns nichts umwerfen. Luthers „Hier stehe ich und kann nicht anders“ gibt an, wofür er steht. Wofür stehen wir? Amen.

Wir beten:

Gott, du Schöpfer der Zeit, es ist Sommer. Die Jahreszeit, in der das Leben leicht erscheint. Viele von uns planen etwas für diese Wochen, fahren in den Urlaub, nehmen sich eine Auszeit.  Lass uns erkennen, dass du unsere Füße auf weiten Raum stellst.

Wir bitten dich für die Zeit des Sommers: Hilf denen, die Ruhe brauchen, sie auch zu finden. Sei bei denen, die erschöpft sind, und schenke ihnen neue Begeisterung und Ideen. Sei bei den Einsamen, die auch jetzt keine Menschen haben, mit denen sie sprechen können und die ihnen nahe sind.

Wir denken auch an die Kranken, für die in dieser hellen Zeit trotzdem Vieles dunkel ist. Schenke ihnen die Geduld, ihre Krankheit zu tragen, und die Hoffnung auf deine Nähe und Trost.

So begleite uns in diesen Abschnitt des Jahres und schenke uns, was du selber geschaffen hast: Zeit und einen weiten Raum für unsere nackten Füße, um diesen Sommer zu erleben!

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Start in die neue Woche 

Ihr Diakon Olaf Eggert

  

Wochenspruch

Christus spricht: Kommt her zu mir alle, dir ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Matthäus, Kapitel 11, Vers 28

Wochenpsalm

Psalm 36,6-10 - Evangelisches Gesangbuch 719

Wochenlied

Evangelisches Gesangbuch 213 - Kommt her, ihr seid geladen

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