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Monatswort

  • Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott. (Jesaja 50,10)

    der Monatsspruch spiegelt die Erfahrungen des Volkes Israel in seiner Geschichte wider. Nach dem...

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Diese Worte stehen über einem Kapitel im ersten Schreiben von Papst Franziskus 2013 an seine Kirche. Um das richtige Volk wird politisch zurzeit heftig gestritten; überall in Europa, wie man unschwer erkennen kann. Auch in Deutschland hat die Berufung auf das Volk gerade in der jüngeren Zeit unserer Geschichte eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt. Von den Demonstrationen vor 30 Jahren in der DDR, die zur friedlichen Revolution, dem Fall der Mauer und schließlich zur Wiedervereinigung führten bis hin zu aktuellen Diskussionen eher rechtspopulistischer Natur. Dem entgegen stehen Fragen um Teilhabe und Lebenschancen in unserem Land und nach einem gedeihlichen und humanen Miteinander in unserer Gesellschaft, die vielfältig ist.

Für Christen ist das Wort „Volk“ auf dem Hintergrund der biblischen Schriften im Alten und Neuen Testament nochmals besonders bedeutsam. Wir bilden in Gemeinschaft mit unseren jüdischen Geschwistern das Volk Gottes. Wir sind das „wandernde Gottesvolk“ durch die Geschichte der Welt, wir sind frei von den Zwängen der Welt und gleichzeitig imstande, die eigenen Grenzen auf andere hin immer wieder zu überwinden. Wir sind nicht an einen Ort gebunden in unserem Denken und Handeln. Dennoch wissen wir, was Heimat bedeuten kann.

Das oben genannte Schreiben von Papst Franziskus trägt den Titel „Die Freude des Evangeliums“ und es ist tatsächlich die große Freude der gesamten biblischen Botschaft: Wir sind als Menschen in einer ungeheuren Vielfalt und in großer Verschiedenheit von Gott in die Schöpfung eingefügt. Daher können wir keine Trennungen und Bewertungen akzeptieren, die diesem Menschenbild nicht gerecht werden. Die Freude der froh­machenden Botschaft gilt der ganzen Welt, sie sieht und zieht keine Grenzen. Wir in Deutschland können viel von der Freude der Überwindung von Grenzen erzählen und wie es uns gestärkt und bereichert hat!

 

Wochenspruch:   
 Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Matthäus 5,9)

Wochenpsalm:

Psalm  22 - EG 710

 

Wochenlied:  
EG 425, „Gib uns Frieden jeden Tag“

 

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau