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Monatswort

  • Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! (Matthäus 10,7)

    Mit diesem Auftrag hat Jesus seine Jünger losgeschickt.

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Liebe Leserin, lieber Leser,
In den letzten Wochen hat es in den verschiedenen Medien innerhalb und außerhalb der Evangelischen Kirche viele Beiträge zur sogenannten „Freiburger Studie“ und ihrer Prognose 2060 zur Entwicklung der Kirchenmitgliedschaft in den beiden großen Volkskirchen gegeben. Auch wir in der Diakonie können solche Tendenzen nicht übersehen und übergehen. An dieser Stelle soll der Bischof unserer Landeskirche, Dr. Markus Dröge, das Wort in dieser wichtigen Frage ergreifen:

Dr. Markus Dröge     Foto: EKBODie aktuellen Zahlen zur Kirchenmitgliedschaft zeigen, dass der langjährige Trend des Mitgliederverlustes leider weiter besteht. Da tröstet es wenig, dass dieser Trend inzwischen auch in den westlichen Landeskirchen angekommen ist. Für jede und jeden, die oder der unsere Kirche verlässt, ist es bedauerlich, dass es uns nicht gelungen ist zu vermitteln, wofür unsere Evangelische Kirche steht: Menschen mit der Botschaft des Evangeliums zu begleiten – am Anfang ihres Lebens, an den wichtigen Knotenpunkten von der Taufe über die Hochzeit bis zur Beerdigung – und ihnen die Nähe Gottes spürbar zu machen. Aber auch, dass wir nicht verstehbar machen konnten, wie wichtig unsere Kirche für die Gesellschaft ist, besonders für all diejenigen, denen das Leben schwerer fällt, weil sie erkrankt sind, weil sie kein Obdach haben, weil sie am Leben verzweifeln. Und wie viel die christlichen Gemeinden zum kulturellen und sozialen Leben beitragen.
Schon die Freiburger Studie mit ihrer Prognose 2060 hat Ende April dieses Jahres den beiden großen Kirchen gezeigt, wie wichtig es ist, gerade die Menschen mittleren Alters, die am häufigsten aus der Kirche austreten, besser zu erreichen. Besonders bedeutsam ist es, so die Studie, dass unsere Gemeinden sich liebevoll um diejenigen kümmern, die für ihre Kinder eine religiöse Heimat suchen. Denn der Traditionsabbruch darf nicht einfach hingenommen werden.
Vor allem aber sollten wir dankbar sein für die mehr als 941 000 Menschen, die zu unserer Landeskirche gehören, die zu ihr stehen und mit ihrer Kirchensteuer, ihrer Kollekte und ihrer beruflich und ehrenamtlich eingesetzten Zeit dafür einstehen, dass Gott zu loben und den Mitmenschen zur Seite zu stehen ganz konkret werden kann. Damit sind die evangelischen Christen in unserer Region der größte Personenverbund.
Wir sollten uns nicht den defizitorientierten Blick zu eigen machen, der gerne alles grau in grau malt und Freude daran hat, die Negativtrends besonders plakativ herauszustellen. Denn eines dürfen wir nicht vergessen: Die Evangelische Kirche gehört weiterhin zu den stabilsten Institutionen unserer Gesellschaft mit der treuesten Mitgliederbindung. Das ermöglicht uns die verlässliche Anstellung von Mitarbeitenden, eine vielfältige Bildungsarbeit und diakonische Arbeit, ein Netz von Kirchengemeinden in allen Regionen unserer Landeskirche, das – so traurig es ist, wenn wir die Maschen dieses Netzes größer knüpfen müssen – doch von keiner anderen Institution realisiert werden kann.
Nicht alles können wir zum Guten wenden. Aber es lohnt sich, dankbar zu sein für das, was wir geschenkt bekommen haben, und es einzusetzen zur Ehre Gottes und zum Wohl unseres Nächsten.
Markus Dröge
Foto: EKBO

Wochenspruch:   
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“   Epheser 2,19

Wochenpsalm:

Psalm 107  

Wochenlied:  
EG 320 - Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren

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Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau