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Monatswort

  • Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt (Buch Hiob 19,20)

    Liebe Leserinnen und Leser, Rote Lichter flackern in der Abenddämmerung, die Gräber sind...

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In dieser Woche, am 31. Oktober, feiert die Evangelische Kirche den Reformationstag und dieses Lied gehört einfach dazu –schon immer.

Als Kind habe ich es im Religionsunterricht mit allen Strophen auswendig gelernt. Es ist ausdrucksstarker Teil unserer evangelischen Identität. Wenn wir es in unseren Gottesdiensten und Feiern zu 502 Jahren Luthers-Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg singen, tun wir zu unserer Vergewisserung. Und mit aller ökumenischer Sympathie kann man es auch singen. Ich bin evangelisch- Wir sind evangelisch. Das ist unser Lied, auch heute –seit damals. Martin Luther hat es 1529 geschrieben. Er steckt mitten in den Auseinandersetzungen mit Rom, dem Kaiser und den Fürsten. Und dann wütet zu allem auch noch die Pest in Wittenberg. Die Familie Luther öffnet ihr Haus und pflegt Kranke. Und da fragt Luther mitten in Leid und Zweifel nach Hoffnung und Zuversicht und erinnert sich an den 46.Psalm im Alten Testament: „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in großen Nöten, die uns getroffen haben.“ Und schreibt dann sein Lied, sein Bekenntnis. Es hat keine triumphale Melodie, sie kommt eher bewegt daher. Und es ist keinesfalls ein Heldenlied, kein Kampflied. Es schreibt ein Mensch, den Ängste um diese Welt plagen.

Dieses Lied singen wir in unseren Gottesdiensten am Reformationstag, man sollte es in seiner Zeit lesen und verstehen und dann als Glaubenslied zuversichtlich singen. Im Gesangbuch steht es nämlich unter den Liedern der Rubrik „Angst und Vertrauen“.

 

Wochenspruch:     Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. (Jeremia 17,149)

Wochenpsalm:      Psalm 32,1-7

Wochenlied:           EG 324, „Ich singe dir mit Herz und Mund“

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau