Suche

kontaktieren
Sie uns

Monatswort

  • Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9,24)

    Die biblische Jahreslosung für 2020 stellt das Glaubensdilemma vieler Christen in den Mittelpunkt. In...

    Weiterlesen...

„Ich glaube dir.“ Was für ein Satz! Was für ein Geschenk! Es einem Kind nachzutun. Ganz ohne Arg, ohne einen zweiten Gedanken. Ohne List, vielleicht sogar ohne einen Zweck.
Ich? Habe so viel geglaubt. Aus Unwissenheit, Blindheit, wegen der Kindheit? Aus Routine, Tradition, Erziehung, oder weil es so war. Immer schon. Ich habe zu viel geglaubt. An die Lehrerin mit ihrer Blockflöte, an den Weihnachtsmann. Daran, dass in unserem Fernsehapparat viele kleine Menschen arbeiten. Und dass Jaqueline aus der Parallelklasse 3d es ernst meinte mit unserer Hochzeit. Und Winnetou hat nie geweint, glaubte ich. Stellen Sie sich vor, ich habe die Geschichten im Kindergottesdienst geglaubt, ohne Zweifel: Mose teilt das Meer, Noah rettet die Welt in der Sintflut, eine Jungfrau bekommt ein Kind. Jesus stillt den Sturm, heilt Kranke, steht auf vom Tod und bezwingt die Mächte.
Ich habe auch geglaubt, dass, wenn man jung ist, niemals alt werden kann und dass Schmerzen und Leid nur bei andern sind, und nie bei mir. Das habe ich wirklich geglaubt. Und dass meine Kinder mir immer gehören. Und dass Du immer bei mir bliebest, auch wäre diese Zeit auf Erden um. Das habe ich nie aufgehört zu glauben. Auch nicht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.
Früher war ich leichtfertiger, was für ein schönes Wort. Heute sage ich: Leicht ja, fertig nicht. Eben nicht! Fertig ist nur der Tod. Kein Augenblick gleicht dem nächsten. Nichts lässt sich festhalten. Alles ist Bewegung. Gott, halte mich fest, ich lasse los...…

(Monolog gesprochen vom Schauspieler Ahmad Mesgarha im ZDF Gottesdienst zu Neujahr 2020)

 

 Wochenspruch:   
Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Röm 8,14

Wochenpsalm:

Psalm 89, 2-5.27-30

Wochenlied:  
EG 410 - Christus, das Licht der Welt

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich
Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau