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Monatswort

  • Ihr seid teuer erkauft, werdet nicht der Menschen Knechte. 1.Korinther 7,23

    Paulus erinnert uns an den Kreuzestod Jesu. Der bezahlte, so glauben wir Christen, unsere...

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Welch großartige Verheißung, welche Zukunft und Hoffnung für das vormals zerstreute Volk Israel. Gott legt seinen besonderen Schutz auf die jüdische Religion. Es ist eine Zusage für alle Zeiten. Kein Mensch kann sie verändern oder in Abrede stellen. Und wie entsetzlich radikal und unbarmherzig haben Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus diese Zusage entweiht, sie in den Dreck gezogen, sie in Gewalt gewandelt und in den Konzentrationslagern dem unmenschlichsten aller Tode preisgegeben. Wo waren damals Adlerflügel, die Menschen jüdischen Glaubens – Deutsche, wie wir - in die Sicherheit getragen hätten? Das geschah spät, sehr spät und zu spät.

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Er bezieht sich auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung der Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau durch die Rote Armee. Es wird der Entrechteten, Gequälten und Ermordeten gedacht: der europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zwangsarbeiter, der politischen Gefangenen, der Kranken und Behinderten. Roman Herzog, der dama­lige Bundespräsident, hat diesen Gedenktag festgelegt. In seiner ersten Rede führt er aus: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Das Erinnern soll die Trauer über Leid ausdrücken und dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein. Und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ Besonders dieser letzte Satz ist neben dem Gedenken, das uns an diesem Tag bewegen sollte, Aufruf und Mahnung an jede Generation. Von Deutschland soll kein Krieg mehr ausgehen. Aber es darf auch nie mehr Menschen­feindlichkeit, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit um sich greifen. Ich erinnere abschließend an den Bibelvers oben: Gott ruft „Mir gehört die Welt.“

 

Wochenspruch:   
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. Lukas 13,29 

Wochenpsalm:

Psalm 86

Wochenlied:  
EG 293 - Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich
Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau