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Monatswort

  • Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. 2.Korinther 5,19

     

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Bei meinen Großeltern in der guten Stube lag noch einer dieser gewebten, dicken, bunten Teppiche. Zum Frühjahrsputz wurde das kostbare Stück in den Hof getragen und über die Teppichstange gehängt. Da zeigte es seine Kehrseite. Wirr liefen die Fäden durcheinander, kreuz und quer baumelten die Enden, scheinbar ohne Sinn vermischten sich die Farben und ließen die Muster nicht einmal ahnen. Aus meiner Sicht. Doch von oben waren die feinen Muster zu erkennen, die Klarheit der Linien, die Reinheit der Farben, das sinnvoll und schön Geordnete. So, denke ich, geht es mir manchmal im Leben: ich sehe nur die Unterseite, die ungeordnete Seite meines Lebens. Kann den Sinn nicht verstehen, weiß das Ziel nicht, bin verwirrt und verunsichert. Aus Gottes Sicht jedoch fügt sich ein Muster an das andere zum sinnvollen, überschaubaren Ganzen. Was Menschen sinnlos zu sein erscheint, wird für Gott zu einem harmonischen, sinnvollen Bild. Auch wenn ich immer nur Stückwerk erkennen kann, er sieht mein Leben als Ganzes an. Daran zu glauben, hilft mir zum Leben.

Der Teppich

Wunderbar verwebt, der uns erschuf,
In den bunten Teppich uns´res Lebens
Lichten Traum und dunkle Wirklichkeit,
Und wir wissen`s erst beim letzten Ruf:
Keinen dieser Fäden wob vergebens
Seine Hand in diese bunten Streifen,
Die gemach enträtselnd wir begreifen
Erst im Lichte seiner Ewigkeit. (Agnes Miegel)

 

Wochenspruch:   
Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Daniel 9,18

Wochenpsalm:

Psalm 124

Wochenlied:  
EG 452 - Er weckt mich alle Morgen

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich
Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau