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Monatswort

  • Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. 1.Petrus 4,10

    Wie schön, dass das biblische Geleitwort der Lafim-Diakonie, das auch unserem Leitbild voransteht, der...

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Der Blick auf Berge und Gebirge ist schon etwas ganz Besonderes. Wie erhaben und majestätisch sie sich uns zeigen! Sie überragen die Landschaft und scheinen die Herrscher über Dörfer und Städte, Wiesen und Wälder zu sein. Es ist nicht leicht, hohe Berge zu erklimmen und der Ehrgeiz eines Bergsteigers geht genau dorthin: hoch auf die Spitze und sei sie über mehr als 8000 Meter entfernt. Der Blick von dort nach unten zeigt eine Welt wie in einem Spielzeugland; alles verkleinert im Verhältnis zur Höhe des Betrachters. Fast immer findet sich als höchsten Punkt ein Gipfelkreuz, ein religiöses Symbol. Die ersten Gipfelkreuze in den Alpen entsprangen der Frömmigkeit der örtlichen Bevölkerung. Man hat Gebetsrituale an den Kreuzen gehalten und um eine glückliche Rückkehr gebeten oder vor Bewahrung in Sturm und Gefahr gedankt. Es waren die Gipfelkreuze auch weithin sichtbare Monumente als Zeichen für die Macht über den bezwungenen Berg.
Der Beter des Psalm 121 kam aus dem Land Israel im 6.Jahrhundert vor Christus. Auch eine Landschaft, die von Bergen und Gebirgen durchzogen war. Und dieses Bild, das ihm vor Augen stand, hat sicher sein Gebet geprägt „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.“ Aber er geht in seiner Glaubensgewissheit darüber hinaus „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Er begrenzt Gott nicht auf einen hohen Gipfel, Gottes Allmacht geht weit über ein Gipfelkreuz hinaus. Besser gesagt, sie beginnt dort. Und wie es der Psalm im Folgenden sagt, behütet Gott uns in Eingang und Ausgang, von nun an bis in Ewigkeit.
An vielen Stellen der Bibel im alten und neuen Testament haben Berge eine besondere Bedeutung. Das gilt von der Übergabe der Gesetzestafeln an Moses auf dem Berg Sinai über den Ölberg als Ort des Leidens Jesu, bis zu dem Berg seiner Aufnahme in den Himmel Gottes in der Landschaft von Bethanien. Der Blick zu den Bergen weitet unseren Horizont und macht uns ehrfürchtig und demütig zugleich.  

Wochenspruch:   
Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Psalm 98,1

Wochenpsalm:
Psalm 98  -  EG 739

Wochenlied:  
EG 302  -  Du meine Seele, singe

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich
Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau