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Monatswort

  • Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. 2.Korinther 5,19

     

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Der Apostel Paulus hat diese Worte zunächst sich selbst vorgesprochen, weil er tatsächlich unter Hunger und Not, Trübsal und Verfolgung gelitten hat. Er nahm dies alles auf sich, um dem Evangelium Gehör zu verschaffen. Und er hat erlebt, dass Menschen darüber lachten, ihn verspotteten oder bekämpften. Und ich bin sicher, er hatte auch seine Tiefen und hat sich oft gefragt „Warum mache ich das bloß alles?“, neudeutsch „Warum tue ich mir das an?“. Von dem Theologen und Pfarrer Dietrich Bonhoeffer ist uns ein Text aus dem Gefängnis Tegel überliefert, den er dort in Haft im Juli 1944 geschrieben hat. Darin heißt es unter anderem: „Wer bin ich? Sie sagen mir auch, ich trüge die Tage des Unglücks gleichmütig, lächelnd und stolz.“
Der Römerbrief im Neuen Testament sagt, dass Gott auf unserer Seite ist und keiner uns etwas anhaben kann. Vielleicht oder wahrscheinlich hat die eine oder der andere von uns schon massive Gegnerschaft erlebt. Dann, wenn wir von außen heftig kritisiert wurden, fragen wir uns auch „Wer bin ich? Bin ich mit Schuld an den Vorgängen? Wieviel liegt bei mir und wieviel an den Anderen? Bin ich hart oder uneinsichtig?“ Nicht selten fällen Menschen ihr Urteil schnell, wissen sofort, wer verantwortlich oder gar schuldig ist. Auch im täglichen eigenen Erleben kommt es zu Situationen, in denen wir die Zusage aus dem Römerbrief, wie Paulus sie formuliert hat, nötig brauchen: Gott ist auf meiner Seite! Denn während ich noch vermeintlich einsam nach guten Menschen Ausschau halte, die zu mir stehen, ich noch grüble und zweifle, gilt bereits: Wer ich auch bin, Gott kennt mich, ich bin sein. Daran können wir festhalten, trotz mancher Fragen und mitten in unseren Selbstzweifeln. Es tut gut, sich an das Pauluswort zu erinnern. Denn es ist der gute Klang, der das Leben als Christen umschließt, über Höhen und Tiefen hinweg

Wochenspruch:   
Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Geschwistern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25, 40

Wochenpsalm:
Psalm 127

Wochenlied:  
EG 427  - „Solang es Menschen gibt auf Erden“

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich
Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau