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Monatswort

  • Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. 2.Korinther 5,19

     

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September - Monat der Diakonie

Der Bibelvers aus dem Evangelium des Lukas im 12.Kapitel spricht davon, wie Reichtum und Besitz blenden und von wirklichen Lebensfragen abhalten können. Für Jesus gibt es nur eine Alternative: entweder … oder - Geld oder Leben. Nicht nur manchmal spenden, etwas abgeben, ein wenig solidarisch sein. Nein, die Botschaft heißt vielmehr, dass, wer nur Geld und Gut im Blick hat, das Herz nicht richtig freihaben kann für Gott. So, wie es das Buch der Prediger im Alten Testament bereits klug beschreibt „Wer Geld liebt, wird von Geld niemals satt und wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen davon haben.“ Die Beispiele dafür liegen in der Tages- und Weltpolitik auf der Hand und sind jeden Tag in den Nachrichten abzulesen. Aber auch für uns selbst gilt, dass die Angst zu kurz zu kommen oder benachteiligt zu werden, uns doch oft bannt und hindert. Der Satz von Jesus ist eingebunden in eine ganze Reihe von Warnungen, die Jesus den Jüngern mitgibt. Er versucht ihnen mit verschiedenen Bildern und Gleichnissen zu zeigen, dass das Ansammeln und Anhäufen von Gütern um ihrer selbst willen - und nicht für andere Menschen - blind macht für das Reich Gottes. Und immer wieder wird es in seinen Worten darum gehen, die Grenzen von Besitz und Reichtum für das Lebensglück eines Menschen deutlich zu machen. 

Der September ist traditionell der Monat der Diakonie; die Hilfe für Bedürftige und Vernachlässigte, für Menschen ohne Güter zählt zu den originären diakonischen Aufgabenbereichen. Die Kirchen wollen nicht nur für die Rechte der Benachteiligten eintreten und die Ungleichheit und Ungerechtigkeit zu einem Thema machen. Sie unterstützen auch praktisch: So gibt es zahlreiche Initiativen in unseren Kirchengemeinden, die helfen, ganz elementare Lebensbedürfnisse zu befriedigen - Suppenküchen, Tafeln, Kleiderkammern, Sozial- und Krisenberatungen. „Niemand lebt davon, dass er viele Güter hat“, Jesus fordert nicht den völligen Verzicht, das gänzliche Entsagen, das Leben eines Einsiedlers. Ein Dach über dem Kopf, ausreichende Ernährung, medizinische Versorgung, Bildung und Arbeit - das sind schon immer Grundbedürfnisse und Grundrechte der Menschen gewesen. Genauer betrachtet reichen sie aus, das „MEHR“ zeigt uns der Glaube.

 

Wochenspruch:   
Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
Psalm 103,2

Wochenpsalm:
Psalm 146, EG 757


Wochenlied:  
EG 333 - 
Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn.

 

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich
Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau