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Monatswort

  • Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen, werden die Steine schreien. Lukas 19,40

     

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Auch dieses Lied aus den Niederlanden aus dem Jahr 1959 gehört zu den unbekannte­ren Weisen der Adventslieder in unserem Gesangbuch. Erst 1981 wurde der Text ins deutsche übertragen. Es bezieht sich auf den besonders in der Adventszeit gerne gelesenen Bibeltext aus dem Buch des Propheten Jesaja im Alten Testament. Er beginnt mit den Worten „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht.“ Es ist die Verheißung, dass ein Friedefürst kommen wird, der für die Welt Friede, Recht und Gerechtigkeit bringt. Die Völker der Erde werden jubeln, weil ihre Freude so groß ist und die Ernte reichlich. Wir lesen diese Bibeltexte und singen diese Lieder in unseren Gottesdiensten, aber sie bleiben doch oft wie aus einer anderen Welt. Prophetie und Verheißung, Verkündigung und Evangelium: wie können wir heute diese Worte füllen, wer soll ihnen Stärke und Ausdruckskraft verleihen? Welche Beispiele kann ich Ihnen nennen, welche Bilder werden Sie überzeugen? Ich bin versucht, vor alle diese gehaltvollen Worte das eine Wort zu setzen, das in Mode gekommen ist, „Bisschen“. Ein bisschen Frieden, ein bisschen Recht und Gerechtig­keit, ein bisschen Freude… Irgendwo wird sich schon was finden lassen. Halt! Stopp! So hat es aber der Prophet nicht gemeint, als er sich mutig vor die Menschen stellte. Er wollte nicht von wenig oder ein wenig Bedeutendem sprechen, sondern vom ganz großen Programm, von Welt bewegendem und Welt verändernden. „Ein Licht, ein großes Licht“ nennt es der Liedvers. Das braucht die Finsternis, wenn sie erhellt werden muss, ein bisschen tut es da nicht. „Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt.“ Dieses Licht glänzt nicht automatisch, wenn wir die Lichterketten anknipsen. Wir können seine Strahlkraft und seinen Zauber besonders gut wahrnehmen, wenn wir es sehen und erkennen wollen. Zum Beispiel die Tage in ihrer Geschäftigkeit und Betriebsamkeit anhalten und den Blick in die unglaublichen Himmel Brandenburgs in diesen frühen Wintertagen richten. Wie schön leuchten sie manchmal, von der Sonne hell durchflutet. Einfach mal stehen­bleiben und nicht selbst sprechen. Sondern den sprechen lassen und ihm zuhören, der uns erschaffen hat.

Wochenspruch:
Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.  Lukas 21,28

Wochenpsalm:
Psalm 80

Wochenlied:  
EG 7  -  O Heiland, reiß die Himmel auf

  

Zum Wochenbeginn grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau