Suche

kontaktieren
Sie uns

Monatswort

  • Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen, werden die Steine schreien. Lukas 19,40

     

    Weiterlesen...

Die Hirten damals auf den Feldern bei dem kleinen Dorf Bethlehem hatten solche Worte nicht zur Verfügung. Sie werden so komplex und kompliziert auch nicht über ihr Leben nachgedacht haben. Es war der mühsame Alltag in der Arbeit mit den Schafherden, der ihr Leben bestimmte. Der gewohnte Ablauf am Tag und in der Nacht. Ein karges und einfaches Leben. Die Sorge um das tägliche Brot für sich und die Gemeinschaft, Reichtümer waren da nicht zu erwarten. Und doch hatten Sie in den Schriften und Bekenntnissen ihres Glaubens bereits ein Bild von der Hoffnung auf Wechsel und Wandel, auf Befreiung und Veränderung. Ihre biblische Tradition sprach vom Retter und Erlöser und gab ihm den Namen „Messias“. Diese Sehnsucht trugen sie im Herzen und bewahrten sich diesen Glauben auch in allen Widrigkeiten, Umbrüchen und Rückschlägen ihrer Zeit. Es war der Glaube an ein großmächtiges Wunder. An geebnete Pfade und gerade Wege. Alles sollte sich ganz leicht anführen dürfen.

Sie werden sich irren müssen. Die Rettung wird als neugeborenes Kind in einer kärglichen Krippe einer Notunterkunft liegen. Keine Pauken und Trompeten haben seine Geburt begleitet und der Himmel hat sich nicht aufgetan. Tag bleibt Tag und Nacht bleibt Nacht. Aber dennoch wird sich etwas ändern, ihr Leben verändern. Nach der Begegnung mit dem, der dann ein Retter werden wird, machen sie sich gestärkt auf den Weg, auf neue Wege. Zuversichtlich und mit neuem Mut erfüllt: „Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten.“ Hoffentlich haben sie andere Menschen getroffen und ihnen von den wunderbaren Geschehnissen erzählt. Sie bewegt, sich ebenfalls auf den Weg zu machen. Man kann nicht immer warten, bis etwas geschieht. Einfach mal dem Stern folgen.

Wochenspruch:
Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!  Philipper 4,4

Wochenpsalm:
Psalm 102 – EG 741

Wochenlied:  
EG 9 – Nun jauchzet, all ihr Frommen

 

 

Liebe Leser*innen des wöchentlichen ANgeDACHT,

ich grüße Sie nicht nur traditionell zum Wochenbeginn, sondern auch zur vor uns liegenden Zeit von Weihnachten, den Tagen zwischen den Jahren und zum Jahreswechsel 2021 und wünsche Ihnen besinnliche und getragene Stunden im Kreise der Menschen, die Ihnen am Herzen liegen und denen Sie selber wichtig sind. Zugleich verabschiede ich mich von Ihnen mit dieser Andacht, da ich zum Ende des Jahres meine Tätigkeit für die Lafim-Diakonie beende.

Bleiben Sie begleitet und behütet, Gottes Segen auf allen Ihren Wegen!

Ihre Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau