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Monatswort

  • „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein“ 1.Samuel 7,3

    Liebe Leserinnen und Leser, Im Buch Samuel im Alten Testament wird erzählt, dass Gott bei den...

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Bild | © Martin Dubberke

Liebe Leserinnen und Leser,

Im Buch Samuel im Alten Testament wird erzählt, dass Gott bei den Israeliten in Ver­gessenheit geraten war, die Götter der anderen Nachbarvölker waren attraktiv geworden.

Sie waren durch Abbildungen und Statuen „Götter zum Anfassen“. Und Samuel, ein Priester und Prophet in der damaligen Zeit, hat das Volk ermutigt, sich wieder ihrem Gott anzuvertrauen. Dem Gott Israels, der zwar unsichtbar bleibt – auf den aber dennoch Verlass ist. Die Aufforderung Samuels erinnert an das erste Gebot „Ich bin der Herr, dein Gott“ und Martin Luther hat es so erklärt: „Woran du dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott“. Dieser Satz kann heute auch noch helfen, zu prüfen, woran das eigene Herz hängt. Geld und Reichtum können es genauso wenig sein wie Aussehen und Perfektion. Wir sollten uns selbst befragen, worauf wir unser Vertrauen setzen, worauf sich unser Leben gründet und was unser Herz und unsere Sinne bestimmt. Der Bibelspruch sagt, wir sollen das Herz wenden. Das kann man auch so ausdrücken: Worauf richtet sich meine Aufmerksamkeit? Das ist nicht nur eine Gefühlssache, sondern eine Frage der Entscheidung und Einübung, wie ich mein Leben gestalten und leben möchte. Ich muss mich entscheiden, ob ich mich Gott anvertraue und die Tage meines Lebens, jeden einzelnen, in seine Hände lege. Ebenso zeigt sich in dem, wie ich die Menschen um mich herum wahrnehme oder wie ich mit ihnen umgehe und an welchen Werten ich mich dabei orientiere, die Wendungen meines Herzens.

Ein Gebet begleitet das Monatswort.

„Wende du selbst, Gott, mein Herz, wende es dir zu,
damit ich mich im Vertrauen zu dir gründe.
Richte du meinen Blick neu aus, damit ich Spuren deiner Güte entdecke.
Sammle meine Aufmerksamkeit, damit ich mich nicht verliere.
Stärke, Gott, du mir Herz und Seele, deinen Willen in der Welt zu tun.“ 

Es grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau
Theologischer Vorstand