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Monatswort

  • Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 1.Korinther 15,42

    Sicher hat jede_r von uns den Wunsch, seinen verstorbenen Liebsten auch über den Tod hinaus...

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Sicher hat jede_r von uns den Wunsch, seinen verstorbenen Liebsten auch über den Tod hinaus weiterhin nah zu sein.

Manche sprechen nach wie vor mit ihnen oder machen sich ein konkretes Bild von ihrem Aussehen. Andere leben in den Erinnerungen an gemeinsame Zeiten und wollen möglichst viel davon erzählen und berichten. Nicht selten stehen in Wohn­zimmern Fotos mit Kerzen und immer frischen Blumen auf einer Kommode. Oft holen wir uns unsere Toten auf diese Weise zurück; erinnern, was ihnen jetzt gefallen oder nicht gefallen würde. Man sieht sie förmlich körperlich vor sich: ihre Haltungen, ihre Gesten und Gesichtsausdrücke. Mit eben denen haben sie sich für uns unverwechselbar, einzigartig gemacht. Nein, das soll jetzt nicht in irgendeinem Sinne die „unverwesliche Auferstehung“ sein, von der der Korintherbrief spricht. Es soll aber zeigen, dass wir uns Leben nur körperlich vorstellen können. Es fällt uns schwer, Dinge zu begreifen, die wir nicht sehen, nicht riechen, nicht hören und nicht anfassen können. Die Verstorbenen sind trotz dieser neuen Distanz und Ferne durch den Tod nicht völlig von uns abgeschnitten. Sie leben in einer neuen Welt, die doch an unsere grenzt und eher durch einen undurchsichtigen Vorhang als durch hohe Mauern von uns getrennt ist. Wir beten zu Gott als dem Herrn über die Lebenden und die Toten. Jesus ist den wirklichen Tod gestorben und wurde begraben, in einem Felsengrab. Aber die Frauen fanden es am dritten Tag leer. Dieses leere Grab ist zum Sinnbild für die Auferstehung Jesu geworden. Eine Kraft war dort am Werk, die Naturgesetze bricht. Eine Kraft, die bewegt und verändert. Eine Kraft, die durch Sterben und Tod hindurchträgt. Wir können gegen den Tod nichts ausrichten, müssen ihn oft so schmerzhaft miterleben. Eines Tages auch selber erleiden. Aber Gott hält an uns fest und zwar durch den Tod hindurch. Jede und jeder ist ihm kostbar und unverlier­bar geworden. Der Tod trägt nicht den Sieg davon. Wer stirbt, fällt nicht ins Nichts. Gott wird uns verwandeln. Wir sind verweslich gesät und werden unverweslich auferstehen. Die Bibel sagt, unsere Namen sind im Himmel festgeschrieben. Das meint, wir sind auch dann für den Himmel bestimmt.

Seien Sie zur beginnenden Osterzeit herzlich gegrüßt

Pfarrerin Friederike Pfaff-Gronau
Theologischer Vorstand